Mixtape

Just like Honey

Coming of Age Stories sind eigentlich nicht so wirklich meins, aber als ich einen Blick auf den Soundtrack des Spiels warf, musste ich als Stacey Rockford zurück in die 80er: Joy Division, The Cure, Pumpkins– wie soll ich das nicht spielen, zumal die Kritiken das Spiel feiern?

Bevor Stacey ihre Kleinstadt Richtung New York verlässt, will sie nochmal einen letzten Abend mit ihren Freunden verbringen. Wir begleiten Sie durch ein paar Flashbacks ihrer Freundesgeschichte in wunderschöner und einzigartiger Optik. Die einzelnen Szenen sind wunderbar kreativ, abgefahren und charmant inszeniert. Und dazu gibt es immer den passenden Song aus Staceys perfektem Mixtape – mit ganz viel Emotionen und 80er Flair.

Spielerisch passiert nicht allzu viel, ein paar Fahrpassagen, Absuchen von Räumen und eingestreute, teilweise unterhaltsame Minispiele. Einige spielerische Wiederholungen stören mich hierbei nicht wirklich, zumal der Ausflug in der Vergangenheit jederzeit kurzweilig (und auch kurz) bleibt.

Ich werde mir auf jeden Fall nochmal Beethoven & Dinosaurs Erstlingsspiel The Artful Escape ansehen. Mixtape ist eine wunderschöne Reise, bringt die Musik der Zeit einem fast dokumentarisch nah und setzt mich gute drei Stunden in eine bessere Zeit zurück. Das Indie Studio aus Melbourne hat die bittersüße Nostalgie perfekt getroffen und spätestens als der Abspann läuft, habe ich bei Plainsong einen Kloß im Hals.

Stubenscore: 9 / 10 (und Danke für die Musik)

Das Fahren durch die wunderschöne Landschaft macht durchaus Laune. Ich mag auch den fast stop-motion-Comicstil der Charaktere.
Ein unterhaltsames 20-Sekunden Minispiel.
Wie damals in der besseren Zeit.
Spielerisch sucht man häufiger Räume ab. Langweilig wirds aber nie.
Ein paar Traumszenen dürfen nicht fehlen.
Unter Drogen in die Videothek – auch eine schöne Szene.
Eine kleine Songauswahl. Schön, dass es zu jeden Song eine kleine Einordnung gibt. Zum Spiel passen sie jeweils perfekt.

MIXTAPE
OPENCRITIC

PC | XBOX | SWITCH | PS5 (getestet)

8 Gedanken zu „Mixtape

  1. Wunderschön – Wishlisted! Das ist wieder einmal so ein Fall, dass mir mein selbst verdorbener Algorithmus nicht vor die Nase hält. Dafür hab‘ ich ja Stubenzocker-Premium, damit meine Blindspots ausgeleuchtet werden (: Mit dem Trailer hatte ich direkt Flashbacks in meine eigene Coming of Age Zeit und dem „letzten Sommer vor dem Erwachsensein“. Allerdings bin ich eher Generation CD Wechsler im 2er Golf 😀 Auch bin ich spätestens seit Life is Strange (to lazy for a link: https://stubenzocker.net/2020/03/07/life-is-strange/) ein großer Fan dieser Settings. Ich freue mich auf’s Erleben.

  2. Auch mir ist das Spiel irgendwie durch die Finger geglitten. Die Screenshots wecken in mir sehr viel Nostalgie und mach Lust auf mehr. Es ist auf jeden Fall schon auf der Wishlist.

    1. Haha, hast Du Dich aber verlaufen.
      Ja, ich war auch vor ein paar Jahren bei Jesus and the Mary Chain. Und auch 2012 bei A Place to bury Strangers.

      1. Damals ja angeblich „die lauteste Band der Welt“ – ging aber im Hafenklang, fand ich 🙂
        Spielerisch ist es ja nicht so aufregend, so dass man es sich auf Youtube ansehen kann – aber Credits für den Soundtrack.

        1. APTBS hab ich seit 2010 inzwischen ca. 20 mal live im Club gesehen, und inzwischen denk ich jedesmal, dass es nun aber genug wäre – nur um mir bei der nächsten Tour doch wieder ein Ticket zu kaufen. Das ist irgendwie immer eine musikalische Grenzerfahrung.
          Dagegen fand ich vor ein paar Jahren J&MC bei ihrer Reunion-Tour als uninspirierte, eher lustlose alte Herren (zum damals gut dreifachen Ticketpreis).

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