Call of Juarez: Gunslinger

Schon als Kind guckte ich gern Rauchende Colts. Aber neben Star Trek hatte das Fernsehen auch nicht viel zu bieten.
Mal sehen was dieser Ego-Western -Shooter zu bieten hat …

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Westernfilme haben in der Gunst der Filmjunkies immer ein auf und ab. So konnte die vor nicht allzu langer Zeit totgeklaubte Filmsparte Clint Eastwood mit seinem Erbarmungslos wiederbeleben. Auch Kevin Costner und zuletzt Quentin Tarantino mit Django Unchained und den Hateful Eight lassen immer mal wieder den Cowboy in Filmen glänzen. In Computerspielen ist die Szenerie selten. Neben dem genialen Red Dead Redemption gibt es an aktuelleren Titeln vermutlich nur Call of Juarez oder eben Call of Juarez: Gunslinger. Dabei bietet sich diese Epoche für Shooter ja geradezu an.

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Blühende Landschaften

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Das lernt man schon im Kindergarten: Kopfschüsse zählen doppelt

Zur Story vom Gunslinger: Es wird die Geschichte vom Kopfgeldjäger Silas Greaves erzählt, der sich durch den Wilden Westen ballerte und hierbei gegen Westerngrößen wie Billy the Kid, Jesse James oder die Daltons antrat. Gut gemacht ist die Erzählperspektive mit ein paar cleveren Ideen, wie optionale Handlungsstränge nach dem Motto: Ich gehe mal den Weg durch den Haupteingang und gucke wie die Geschichte gelaufen wäre. Wenn man aber feststellt, dass es so nicht sinnvoll war, wird zurückgeblendet und ein optionaler Weg aufgezeigt. Auch andere humoristische Einlagen heitern die Geschichte mit tollen Sprechern auf.

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Nur in wenigen Spielen gelingt die Verbesserung der Fähigkeiten gut. So wie hier.

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Fast zu erwarten: Auf dem Friedhof gibt es auch Geister.

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Das nervige Duell-Spiel kommt zu jedem Boss-Kampf wieder. Vorteil: Speicherpunkt ist immer direkt davor.

Die einzelnen 8 Kapitel sind hierbei nicht allzu groß, so dass die Gesamtspielzeit nur wenige Stunden beträgt. Hierbei wird man durch staubige Landschaften geführt (also linearer Ego-Shooter, keine Open World), sucht Fundstücke und optimiert seinen Charakter durch Erfahrungspunkte. Mit den Erfahrungspunkten kann man Fähigkeiten wie schnelleres Nachladen, bessere Waffen, mehr Munition, erhöhte Feuerkraft und vieles anderes erlangen. Das ist erfreulich, denn oft sind in Spielen die Upgrades, die man erlernen kann, an wilde Tastenkombinationen gebunden. Siehe God of War & Co.

Auch wenn die Story nicht ganz der Wahrheit entsprechen mag, ist diese Version der Amerikanischen Geschichte mit den Helden und Bösen aus dem Wilden Westen jederzeit interessant. Bis zum Schluss.

Die weiteren Minispiele, die man vom Hauptmenu auswählen kann, bringen keinen Spaß:

  • Arcade: Hier muss man eine Level in ca 3-5 Minuten abschließen und möglichst viele der Gegner erledigen. Der durch möglichst viele Combos / Kopfschüsse und Schnelligkeit erreichte Score wird mit denen von Freunden in der Bestenliste verglichen. Ich bin Platz 1, fairer Weise muss ich ergänzen, dass keiner meiner Freunde das Spiel gestartet hat.
  • Duell: Hier kann man versuchen, mit 5 Leben bis zu 15 Bosskämpfe hintereinander zu gewinnen. Mittels ruhiger Hand und Konzentration soll man schneller ziehen als die berühmten Westernhelden. Gelingt mir nicht, war auch störend im Spielverlauf, wo es als Boss-Kampf auftaucht.

Fazit:
Auch wenn grafisch nicht auf dem neusten Stand ist Gunslinger ein Highlight in einem Spielgenre, das sonst mit toller Grafik und futuristischen (aber unglaubwürdigen) Waffen zu blenden versucht. Sollte man gespielt haben.

Stubenscore: 8,5 / 10


CALL OF JUAREZ: GUNSLINGER
Webseite
XBOX | PC | PS3 (gestestet)

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