Möge die Deckung mit Dir sein
Ich war nie ein großer Fan von Marvel und trotzdem hat mich Midnight Suns wirklich in seinen Bann gezogen. Damalige Designer von XCom haben hier strategische Tiefe und ein frisches Spielkonzept für mich geliefert, da konnte mich auch die dusseligen Dialoge in diesem Marvel-Mansion wenig abschrecken.
Nachdem nun einige Entwickler Fireaxis verlassen haben und Bit Reactor gegründet hatten, war es nur eine Frage der Zeit, dass ein XCom-like erscheint. Und auch wenn das Mastermind Jake Solomon nicht mehr von der Partie ist, so sind Artdirector Greg Foertsch, James Brawley als Lead Designer und neben Caydence Funk als Lead Producer noch weitere Mitarbeiter von Marvel Suns dabei.
Und Zero Company spielt sich ohne Frage wie ein XCom. Da ist es fein für mich, dass sich das Drumherum, wie der Basisbau verschlankt hat. Auch positiv: auf den Kino- oder Buchclub Blödsinn mit ausufernden Dialogen aus Marvels Midnight Suns, wurde ebenfalls verzichtet. Dafür fühlen sich die Kämpfe für mich strategischer als bei XCom ran, wobei mir etwas die Frische fehlt, die doch der Marvel-Vertreter mit seinen Karten und den direkten Einsatz der Umgebung mitbrachte.
Grundlegend fühlen wir hier uns direkt zu Hause: rundenbasiert haben wir Aktionspunkte, die wir auf Bewegung, Schuss, Overwatch oder eine Sonderaktion verteilen. Die Trefferwahrscheinlichkeit wird je nach Waffentyp, Entfernung, Deckung und Höhenstufe angezeigt – auch der Preview dieser Wahrscheinlichkeit nach einer möglichen Bewegung. Zudem ist die Umgebung ist zerstörbar, was eingeschränkt im Kampf genutzt werden kann. Und auch wenn mir ein Setting wie bei King Arthur – A Knights Tale oder Empire of Sin besser gefällt, liefern die XCom-Veteranen hier die besseren Kämpfe.
Man merkt Star Wars Zero Company einfach an, dass es von einem kompetenten Team gemacht wurde. Es spielt sich einfach rund – da habe ich noch einige unterhaltsame, wenn auch wenig überraschende Stunden vor mir.
Traurige Notiz: noch vor dem Release wurden gut 80% des Entwicklerteams von Bitreactor freigestellt. „Der Sprecher von Bitreactor erklärte, dies sei eine schwierige Entscheidung gewesen, die getroffen worden sei, noch bevor klar war, wie der Start verlaufen würde. Der Sprecher betonte, dass diese Entscheidung allein von Bit Reactor getroffen worden sei (also weder vom Publisher EA noch vom Star-Wars-Lizenzinhaber Disney). Da helfen jetzt auch keine 88% auf Opencritic und überraschend hohe Verkaufszahlen in den ersten Tagen.
Stubenscore: 8,5 / 10






STAR WARS ZERO COMPANY
OPENCRITIC
PC | XBOX | PS5 (getestet)


Leider bin ich nie mit Star Wars warm geworden. Bei Marvel, DC, Star Trek oder irgendwas mit Aliens bin ich sofort dabei.
Ich glaube, dass die KI gerade auf dem Programmierer und Grafiksektor noch für viele Freistellungen sorgen wird. Letztendlich das Gute für mich: Man könnte der KI das gleiche Spiel mit einem Schnipps in ein Setting für mich transformieren.
Das Spiel macht einen soliden Eindruck, persönlich hätte es für mich aber ein Star Trek Setting gebraucht um mich dafür zu begeistern.
Tja, Star Trek und Alien wären mit auch lieber, aber vielleicht verkauft es sich zumindest ganz gut. Wäre gut fürs Genre bevor wir von EA nur noch EA FC und Madden mit InGame content bekommen.
Ich bin dann doch erleichtert, dass sie das Spiel sauber abgeliefert haben. Star Wars ist für die Art XCOM-Likes auch prädestiniert… da wundert es schon, dass das nach all den Jahrzehnten das erste seiner Art ist. Den Marvel Vorgänger habe ich hart geskippt – kaum etwas f$$kt mich mehr ab als diese seelenlose Retortenwelt.
Rant off (bevor ich eine Seite dazu schreibe). Anderes als Du, playerM habe ich tatsächlich die Metaprogression zwischen den Kämpfen im Basenbau und Skillen bei XCOM genossen. Aber hey das muss auch nicht immer sein. PS.: Ja das mit dem Kahlschlag der Belegschaft pünktlich zum Release ist eine ausgemacht Sauerei