Total War – Three Kingdoms

Die Serie hat nunmehr 20 Jahre auf dem Buckel und zum ersten Mal vertiefe ich mich in einen Teil. Es hat sich gelohnt.

Wenn man vor 20 Jahren mal ne halbe Stunde Total War Shogun gespielt hat, kann man sich durchaus als Total War Anfänger bezeichnen. Mich haben in den letzten Jahren die kompliziert wirkenden Massenschlachten in Echtzeit nie wirklich gereizt. Die Einstiegshürde mich in jedliches Szenario einzuarbeiten, wirkte mir immer zu hoch. Da half auch kein Warhammer, da ich da auch nicht wirklich Aktien drin habe.

Three Kingdoms spielt nun im dritten Jahrhundert in China und soll zudem nichts für Neulinge sein, weil es einige Spielmechaniken vertieft oder gar neu einbringt. Aber es ist neu, kam in einer schicken Pappschachtel und irgendwie wollte ich es dann doch mal ausprobieren.

Ja, das Szenario und die Komplexität von Three Kingdoms stellt eine große Hürde da, zumal die mitspielenden Generäle ähnlicher nicht klingen könnten. Wer hat mich gerade angegriffen? War es Liu Biao, Liu Bei oder doch Lü Bu? Ich nehme mir aber die Zeit und vertiefe mich in die faszinierende Welt dieses Total War. Gerade die neuen Mechaniken gefallen mir, da der Echtzeitkrieg hier wohl seinen Part hat, aber die Serie anscheinend auf seiner Karte selten so strategisch war. Wirtschaft und Diplomatie spielen eine größere Rolle, als ich es erhofft hatte und machen vor allem Spaß. In fast jeder Runde verweile ich so auf dem Diplomatiebildschirm, versuche zu handeln oder Allianzen zu schmieden.

Bei all seiner Komplexität muss man des Designer eingestehen, dass sich nicht nur das Gameplay schön zusammenfügt, sondern auch die Menüführung perfekt wirkt und wirklich hübsch ist. Es macht Spaß sich durch die verschiedenen Ansichten der Karte zu navigieren, meine Städte aufzubauen, Generäle zu entwickeln oder den Reformbaum wachsen zu sehen. Die Spielsysteme zu erklären würde Seiten füllen und es doch im Detail nicht erklären können. Total War ist komplex und viel mehr als Echtzeit-Schlachten, was Three Kingdoms mehr als jeder Teil davor beweist.

Stubenscore: 8.5 / 10

Im Hintergrund die diplomatische Karte. Ich versuche meine Beziehung mit Liu Bei zu vertiefen.
Anfangs ist noch recht übersichtlich, was auf der erschlossenen Karte passiert. Später wird klar: China ist groß. Vielleicht zu groß.
Die Aufstellung vor der Schlacht. Die Kämpe machen Spaß, können aber auch delegiert werden, so dass dieses Total War auch ohne Echtzeit funktioniert.
Kämpfe kann ich pausieren und Truppenteile strategisch verschieben, die richtigen Angreifer entsprechend dem Gegnertyp zuordnen, über Flanken angreifen oder einen Hinterhalt nutzen.
Der Reformbaum zeigt, wie schön trockene Strategie sein kann.
Hof, Stammbaum und Generäle. Beziehungen, Stimmung und Charakterentwicklung.

TOTAL WAR - THREE KINGDOMS

Three Kingdoms


PC 

2 Gedanken zu „Total War – Three Kingdoms

  1. Ok jetzt hab’ ich wieder Bock auf ein historisches “nicht-Warhammer-Total-War” ! Hoffe die strategische KI ist etwas besser als in den letzten 10 Teilen.

  2. Kann es weniger mit den vorherigen vergleichen, aber die stellt sich hier gar nicht mal dumm an. Schmiedet selbst Allianzen, lässt sich nicht leicht kaufen und fällt einem in den Rücken.

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