Hirnlego
Das neue Spiel von Jonathan Blow, dem Macher von Braid und The Witness, bietet nicht die leichteste Kost. Wenn Bloodborne einem die Finger am Controller schmerzen lässt, bricht mir Order of the Sinking Star das Hirn.
In einer weitläufigen Oberwelt erkunde ich unterschiedliche Areale mit verschiedenen Charakteren, (vernachlässigbaren) Geschichten und (das vor allem) unterschiedlichen Rätselmechaniken. Insgesamt gibt es mehr als 1000 Rätsel, die sich klar an anderen Spielen bedienen. Sei es Skipping Stones to Lonely Homes und Mirror Isles von Alan Hazelden, Promesst von Sean Barrett sowie dem Klassiker Sokoban von Hiroyuki Imabayashi.– auf dem ersten Blick könnte man das dem Spiel dieser Wiederverwertung vorwerfen.
Aber warum finden es dann doch viele so brillant? Jonathan Blow versteht es die Mechaniken großartig miteinander zu verbinden und die Konzepte zu perfektionieren. Ich habe mich selten in Momenten so dumm gefühlt, um dann nach dem Erkennen der Lösung meinen Können innerlich zu feiern, um dann doch wieder keine Ahnung zu haben, was das Spiel in der nächsten Szene von mir will. Ich rätsel minutenlang, denke verquer, um plötzlich den einfach Weg zu sehen. Das kann in Momenten frustrieren (Hilfe gibt es hier), aber lässt nie Routine aufkommen.
Die Optik und runde Steuerung tragen auch dazu bei, dass ich weiterspielen und immer wieder kreative Ideen entdecken möchte. Hier wurde wirklich jahrelang gepolished und sehr viel Liebe in ein Spiel reingesteckt.
Stubenscore: 8,3 / 10






ORDER OF THE SINKING STAR
OPENCRITIC
PC | XBOX | PS5 | SWITCH2 (getestet)


Rätselspiele sind genau mein Ding, und die Grafik finde ich auf den Screenshots ganz nett – angenehm aufgeräumt.
Zum Punkt „bedient sich an anderen Spielen“: Das ist eher eine Zusammenarbeit als eine Wiederverwertung. Alan Hazelden (Mirror Isles), Sean Barrett (Promesst), Jonah Ostroff (Heroes of Sokoban) und weitere haben selbst Level und Mechaniken beigesteuert. Blow nennt das Ganze eine Art „Game-Design-Supercollider“. Insofern ist es kein Wunder, dass die Mechaniken so gut ineinandergreifen.
Hab das Spiel schon mal auf die Wishlist gepackt 😀
Wishlisted! Du hattest mich bei „Macher von Braid und The Witness“. Beide sind schon an sich Kunstwerke des Gamedesigns und Storytellings ohne Worte. In ca. 5 Jahren spiele ich es dann auch.
Total interessant für mich als Rätselfan und Rätsellöser.
Leider nicht für die Switch 1 oder eine andere Konsole, die ich irgendwohin mitnehmen kann …
Kommt auf die Wishlist, wie man so schön sagt 😉