Ghostwire: Tokyo

Cooler Style, coole Stadt, redudantes Gameplay.

Für mich ist Gameplay nicht wirklich die ausschlaggebene Facette eines Spiels. Gerade Atmosphäre, Charaktere oder die Story können mich an Spielen begeistern. Schon der erste Trailer von Tango Gameworks, das Studio, das auch für Evil Within verantwortlich war, hatte mich angesprochen. Der Artstyle, der Look des Antagonisten und halt Tokyo.

Die ersten Stunden gehen mir ganz gut von der Hand. Als Akito finde ich mich in einem menschenleeren Tokyo und versuche die Geisterseelen der Menschen einzusammeln. Mein Körper wurde dabei von einem gewissen KK übernommen, der nicht nur das Spiel hindurch mit mir spricht, sondern mir auch übernatürliche Kräfte verleiht. Denn es warten nicht nur einzusammelnde Geister auf mich, sondern kopflose Schulmädchen und Anzugträger mit Regenschirmen, die bekämpft werden wollen. Soweit so bekloppt, aber es gibt divese Anleihen zur japanischen Geschichte, die das ganze auf den zweiten Blick ganz faszinierend machen.

Weniger fasziniert war ich dann nach gut der Hälfte des Spiels. Die Mechanik der Kämpfe, das Einsammeln der Geisterseelen, das Lichten des Nebels der Stadt, um weitere Gebiete freizuschalten: selten sowas monotones erlebt. Dabei macht das Gameplay durchaus Laune, aber habe ich wirklich Lust wirklich ganz Tokyo zu sehen und alle 240000 (!) Seelen einzusammeln? Nach gefühlt Tausenden von Gegnern, einer handvoll Bossen, über 30000 befreiten Seelen und zwei Dritteln der Hauptquest, werde ich mir dann das Ende auf Youtube ansehen.

Stubenscore: 7,0 / 10

Ich kann angeschossenen Gegnern die Seele entreißen. Gibt Bonus-XP.
Das Öffnen der Tore, öffnet weitere Gebiete der Stadt.
Und die Stadt ist groß. Von Gebäuden kommt man immer runter ohne Fallschaden. Das Hochkommen kann aber dauern.
Die Karte ist gepflastert. Seelen und Quests überall.
Der Hauptgegner, der meine Schwester entführt hat (unaufregende Story), sieht ganz cool aus. Hommage an japanische Kultur – die Dämonin Hannya.
Schräges ist auch einiges dabei.
Aber auch Hunde, die man streicheln kann. Immer gut, rettet es aber auch nicht.

GHOSTWIRE: TOKYO
https://bethesda.net/de/game/ghostwire-tokyo
PC | XBox | PS | Steamdeck (getestet)

Ein Gedanke zu „Ghostwire: Tokyo

  1. Diese Spielekategorie lebt in der Tat eher von der Story, denn Adventure-Sammlerspiele sind nach 10 Stunden immer repetitiv. Nur selten gelingt es, dass sich die Spielmechanik noch einmal ändert, so dass es quasi ein neues Spiel wird. Last of us ist da sicher ein positives Beispiel. Aber der Spieler will ja auch länger als 10 Stunden für sein Geld bekommen und so werden die Spiele mit viel Sammlerspaß und “noch einen Bezirk” freischalten künstlich bis zum finalen Bosskampf gestreckt. Als Durchspieler verbrennt man da auch schon viel Lebenszeit.

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