Expeditions: Rome

Der dritte Teil einer spannenden Strategieserie, die völlig zu Unrecht kaum jemand auf dem Zettel hat.

Nach Expeditions: Conquistador und Expeditions: Viking, nun der dritte Teil des dänischen Studios Logic Artist. Allein die Namen scheinen mir bei der Serie marketingtechnisch nicht gut gewählt, doch kommt hoffentlich mit diesem Teil, die verdiente Bekanntheit.

Ich übernehme  im späten Rom die Rolle eines Legionsführers und muss die Stabilität des römischen Reiches sicherstellen. Ich treffe historische Größen wie Cato, Pompeius oder Cotta, führe Legionen in Schlachten, erweitere meinen Einfluss auf der Karte und führe viele kleinere Entscheidungen in rundenbasierten Kämpfen herbei. Die Produktionsqualität ist überraschend gut, inklusive sehr guter deutsche Vertonung.

So weit, so viel. Rome wirft viele Spielkonzepte zusammen, dabei funktioniert das eine besser, ein paar andere schlechter. Auf der Karte führe ich meine Legion in globalstrategische Schlachten, deren Abläufe nicht wirklich immer nachvollziehbar sind. Dazu gestellt sich ein Aufbaupart, der mich an gute alte Amiga-Spiele von der Spieltiefe erinnert. Aber da ist noch ein Schwerpunkt: die strategischen Schlachten mit meiner kleineren Gruppe bieten auch nach 25 Stunden neue Facetten und lassen mich neue Taktiken entdecken. XCom konzentriert sich eindeutiger auf diesen Part, als den Rome, doch muss sich hier Rome so gar nicht verstecken. Die Rundenkämpfe bieten sehr viel taktische Möglichkeiten und vor allem Abwechslung.

Warum hier ein kleines Team aus Dänemark plötzlich so viele System noch obendrauf packt und auf Chris Roberts der Strategie macht und damit alles durcheinander würfelt, bleibt mir schleierhaft. Ich mag dabei allerdings, zumindest zum einem Teil, dass sich die Systeme nicht wirklich erklären. Man muss sich die Dinge erarbeiten, was dann auch nach vielen Stunden noch zu Erkenntnissen führt. Unterm Strich, will Expeditons Rome aber einfach zu viel mit seinen Systemen und hätte zudem kürzer sein müssen – trotzdem ist es ein Geheimtipp für jeden Strategen!

Stubenscore: 8,5 / 10

Globalstrategie: ich nehme Regionen ein und sammel Ressourcen für den Aufbau meiner Läger.
Um dann bestimmte Bereiche “zu befreien”, führe ich dann Legionsschlachten, die nicht wirklich strategisch sind.
Aber: die meinste Zeit bin ich mit meinen Jungs unterwegs und Kämpfe rundenbasiert.
Schwert, Speer, Pfeil und Bogen. Ich werfe eine Fackel, lösche Feuer, kämpfe mich um HIndernisse.
Klar, gibt es auch “Overwatch”, aber es kommen viele weiter aktive, wie passive Aktionen nach und nach hinzu.
Ich skille meinen Trupp, lerne neue Fähigkeiten und verbessere meine Ausrüstung.
Und auch die Story und der Aufwand, der dahinter steckt, gefällt.

EXPEDITIONS: ROME
Webseite
PC 

Ein Gedanke zu „Expeditions: Rome

  1. Für mich ist die Zeit für solche Spiele wohl vorbei. Das funktioniert nur auf dem PC mit Maus, ich sitze aber lieber auf dem Sofa vor der Playstation.

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