Kingdom

1980 veröffentlichte die Universität von Berkeley Rogue.

Heute ist Rogue-like ist ein Genre.

Zwischendurch fast verschwunden, doch durch Indie wiedererwacht.

kindom_titel

Was aber löst die Faszination an zufallsgenerierten Welten aus, in denen wir unseren Perma death sterben und noch ne Runde spielen? Warum fange ich wieder komplett von vorne an?

Auch wenn ich diese Faszination nicht komplett teile und irgendwann Rogue-likes in die Ecke werfe, ist die Antwort klar: es ist eben nicht jeglicher Fortschritt durch den Perma death verloren. Ich als Spieler lerne von Runde zu Runde dazu, steigere den Spielfortschritt dabei und habe das mögliche Spielende als Wurst vor der Nase. Das funktioniert bei Rogue-like Klassikern wie FTL und Don´t Starve, aber auch bei den Souls spielen. Auf der anderen Seite kann aber auch wie bei The Flame in the Flood schnell frustriend oder gar langweilig sein.

Kingdom ist ein postives Beispiel des Genres, bei dem es darum geht tagsüber ein Königreich eine Festunganlage aufzubauen, um diese nächtlich gegen Angreifer zu verteidigen. Als zukünftige Bauarbeiter oder Verteidigungskräfte rekrutiere ich auf dem Pferd sitzend, mit Spielwährung ausgestattet, menschliche Ressourcen, die arbeitslos durch die Gegend laufen. Mit eben dieser Währung fertige ich zudem Arbeitsmittel, mache schicke Flitzeböge, baue Holzzäune, Hochstände, vergrößere meinen Hauptsitz.

Die Sonne scheint. Am Tag ist die Lage ruhig. Aber leider ist auch der Geldbeutel leer.

Die Sonne scheint. Am Tag ist die Lage ruhig. Aber leider ist auch der Geldbeutel leer.

Das Wachstum bringt mir jeden Tag neue Münzen ein mit denen ich weitere Kräfte in mein Reich hole und ich meine Verteidiung verbessere. Langsam dehne ich mich nach links und rechts in der zweidimensionalen Welt aus. Immer mehr Hochstände für meine Bogenschützen, weitere Befestigungen gegen die nächtliche Feinde.

Nachts wird verteidigt.

Nachts wird verteidigt.

Mal sind meine Wiedersacher nachts relativ ruhig,  dann wieder in der nächsten Nacht zahlreicher, um die Hälfte meiner ganzen Anlagen zu zerstören. Hurtig nach links und rechts geritten, Geld eingesammt und neu aufgebaut, was gerade zerstört wurde. Denn wenn meine Verteidigung nicht hält, ist die Krone weg und damit auch mein Leben dahin. Nächster Versuch.

Kindom schafft es übrigens dabei von der Spielmechanik mit drei Cursor-Tasten auszukommen, was sich extrem angenehm spielt. Weniger erfreulich sind die Tode, das Wiederbeginnen, der hohe Schwierigkeitsgrad, die sich doch sehr ähnelde Welt beim Neuspielen, prozedual generiert oder nicht. Aber allem Frust zum Trotz, beginnt man aber doch wieder eine Runde, versucht es letztendlich häufiger, als man eigentlich die Zeit dazu hätte.

Meine Verteidigung wird von Tag zu Tag besser...

Meine Verteidigung wird von Tag zu Tag besser…

...doch wenn der Blutmond kommt, heißt es zittern.

…doch wenn der Blutmond kommt, heißt es zittern.

Fazit:
Nee, ist gut jetzt mit Rogue-like…, aber vielleicht schafft ich ja nächstes Mal die perfekte Balance zwischen Arbeitern, Bögenschützen, Schutzwällen und Gebäuden zu finden.

Stubenscore: 8,0 / 10


KINGDOM
http://www.kingdomthegame.com/
PC

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2 Gedanken zu “Kingdom

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