Warlords

Den Klassiker der rundenbasierten Strategiespiele gibt es jetzt für das iPad/iPhone. Viel verändert zu der Version von 1990 wurde nicht – dies war sicher auch so beabsichtigt.
Ein Stubenzocker kramte sein Schwert aus dem Keller und zog wieder in ferne Länder. Mal sehen was die Beute bringt.

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Ganz in der Tradition der Vorlage aus 1989 können bis zu 8 Spieler auf 6 Karten in einer Fantasy-Welt gegeneinander antreten. Man startet das Spiel mit einem Helden in einer Stadt. In dieser kann man wählen, welche weiteren Einheiten produziert werden sollen. Bessere Einheiten dauern länger und kosten mehr Unterhalt. Man kann die Wahl der Einheiten aber in der Stadt jederzeit umstellen und auch automatisierte Wegpunkte setzen, damit man nicht immer alles per Hand zur Front ziehen muss. Die Besonderheit des Helden ist, dass dieser in Ruinen und Tempeln Gold, Schwerter oder Einheiten finden kann. Man sollte ihn also nicht leichtfertig allein durch die Wildnis streifen lassen. Hin und wieder bietet sich aber auch ein neuer Held an, das Team zu verstärken. Jede der 8 Parteien hat eigene Truppen, die z.B. mehr Züge haben, also „schneller sind“ (Fledermäuse), besonders stark, aber träge sind oder gar unsichtbar umherziehen. Es lohnt sich also verschiedene Spiele zu starten.

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iPad-Version: Hier wird ein neues Spiel erstellt

Auf der Spielkarte zieht man seine Einheiten mittels Touch-Steuerung. Dies gelingt gut. Die Gegnerzüge kann man auch mit verfolgen. Dieses kostet aber viel Zeit (da man nur jeden Zug sehen kann) oder geht mittelschnell, wenn der Comuputer allein „rechnet“. Doch dann sieht man nicht, ob man angegriffen wurde. Sicher nicht optimal gelöst. Die Steuerung auch mittels der Gesamtkarte oben rechts ist aber gut gelungen.

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iPad-Version: Die Karte, hier findet das Spiel statt.

Die KI war 1990 nicht sonderlich stark entwickelt. Ist dies doch eines der ersten Spiele dieser Art.“Starke“ Computergegener zeichnen sich also dadurch aus, dass Einheiten schneller produziert werden (es gibt als einfach mehr Gegner) oder diese eben stärker sind. Den Kampf kann man fair austragen lassen, also der Stärke der Einheiten entsprechend, oder auch ein Zufallsbonus aktivieren. Dies legt man zu Beginn im Spielmenü fest.

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iPad-Version: Den hab ich aber platt gemacht.

Das Spielende ist erreicht, wenn man eine bestimmte Anzahl an Siegpunkten (bei mir 1.200) erreicht hat. Man kann aber auch bis zum bitteren Ende spielen, also bis alle Gegner elimieniert wurden. Was passiert, wenn man selber ausgelöscht wird, kann ich nicht sagen – sowas passiert einem erfahrenen Spieler nicht 😉

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iPad-Version: Ruinen sollte man aufsuchen, bevor die Gegner sie plündern

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iPad-Version: Und wieder einer weniger

Den Fortschritt im Spiel kann man jederzeit über die Statistiken verfolgen. Man kann also Siegpunkte, Gold, Städte und Armeen mit seinen Gegnern vergleichen und auch die Entwicklung betrachten.

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iPad-Version: Interessanter ist der Vergleich der Städte oder Armeen, doch „Siegreich“ dient zur Ermittlung des Spielendes

Neu ist der Multiplayer-Modus, bei dem man mit Freunden übes Netz spielen kann. Mangels Freunden war dies mir leider bislang nicht möglich 😉


Version für das iPad

Die iPad-Version, wie auch nachfolgend die iPhone-Version, lehnt sich stark an das Original an. Auch die Grafik der Armeen sind ähnlich. Die Displaygröße ist optimal, Bugs werden vom Hersteller schnell korrigiert (Fehler bei der neu eingebrachten Funktion „move all“ nach 3 Tagen).


Version für das iPhone

Die iPhone-Version unterscheidet sich von der iPad-Version. Die Buttons und Menüpunkte wurden aus Platzgründen anders angeordnet. Doch das Display reicht auch bei gute Augen nicht, alles immer erkennen zu können. Da man nach einiger Spielzeit weiß, was wo steht, ist dies auch nicht erforderlich. Doch für den Neueinsteiger sollte man schon die Möglichkeit schaffen zu entscheiden, welche Truppe man erstellen möchte. Die Zahlen kann man leider nicht erkennen. Außerdem führt die Buttondichte dazu, dass man nicht immer die gewünschte Aktion ausführt. Zusammengefasst ist das Spiel nicht für das iPhone geeignet, obwohl das rundenbasierte Spielprinzip jederzeit eine Unterbrechung zulässt, und somit diese Art Spiele optimal für eine paar Züge zwischendurch geeignet ist.

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iPhone-Version: Da freut sich der Stubenzocker

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iPhone-Version: Die Übersicht der Helden ist auf beiden Versionen identisch

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iPhone-Version: Die Truppen sind unterhalbs der Karte angebracht. Aber trotzdem sind die Buttons in der Steuerung dicht gedrängt.

 


Version für PC / Amiga (Retro)

Bei der Recherche im Web findet man zahlreiche Testberichte der Amiga und PC-Version von SSG (Strategic Studies Group), auch von den Nachfolgetiteln Warlords II bis IV, die man auch noch käuflich erwerben kann. Bei der Weiterentwicklung der Serie wurde das Spiel um Zaubersprüche, bessere KI, erforschbare Karte (also nicht von zu Beginn an alles sichtbar) und natürlich bessere Grafik erweitert.

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Steht bei einem Stubenzocker im Keller: Das Original, wenn auch Teil III, der Kultserie.

Fazit:
Durch die Retro-Brille ein echter Hit. Als Urgestein der rundenbasierten Spiele ist die iOS-Version auf jeden Fall ein Spiel wert. Doch dauert ein Spiel zu lang, da man trotz Automatierung bei über 100 Einheiten noch viel zu tun hat.
Stubenscore: 7,0 / 10


WARLORDS
Webseite (itunes)

Webseite (Hersteller)

Amiga | PC (Retro) | iOS (getestet)


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