Planung für den Europatrip
Wo soll es im Urlaub hingehen, wie kommen wir von Ort zu Ort, was wollen wir uns angucken, wo kann man essen? Immer das gleiche Problem mit der Planung. Und wäre es nicht schon schwierig genug im Reallife diese Aufgabe zu lösen, lassen uns Matthew Dunstan und Brett J. Gilbert dieses auch noch in einem Brettspiel erleben.
In diesem bunten Familienspiel haben wir einen Plan unserer drei Urlaubswochen vor uns liegen. Drei Pflichtstädte bekommt jeder Spieler vorgegeben.

In der zentralen Auslage gibt es drei Bereiche mit drei Plättchen, von denen wir eines in unserem Zug nehmen. Wurden vorher schon in diesem Bereich Plättchen genommen, werden Reisekoffer (Bus, Bahn, Flugzeug) anstelle des Plättchens ersetzt und der nächste Spieler bekommt dann zu einem Plättchen in dem Bereich diese Koffer zusätzlich. Und diese benötigt man später, um zwischen Orten zu Reisen. Sollte man die entsprechende Koffer (Bahn, Bus oder Flugzeug als „geht immer“) nicht legen können, gibt es Minus- anstelle Pluspunkte für die korrekte Reisemöglichkeit. Das sind schon die Regeln.

Punkte gibt es, wenn man bis zu vier Tage in einer Stadt bleibt sowie für die korrekten Koffer als Reise zwischen den Orten. Auch geben einige Ortsplättchen Bonuspunkte. Diese sind aber schwierig einzubauen, da sie z.B. nur an einem Montag oder in Woche 3 gelegt werden dürfen.

Fazit:
Im Reiseumfeld haben die Designer Matthew Dunstan und Brett J. Gilbert mit Die Gilde der Fahrenden Händler, City of Rome oder der Next Station-Reihe schon eine Reihe Spiele erstellt. Mit gefällt das Thema von Happy Holiday sehr gut.
Bei drei Spielern kann es vorkommen, dass man in allen drei Bereichen nur eine Option hat und man diesen Bereich dann abräumt und zwei Koffer erhält. Nehmen die nächsten beiden Spieler wieder je ein Plättchen von dem neuen drei Plättchen in dem Feld, hat man wieder nur eine sehr eingeschränkte Auswahl und muss auch in der Runde einen Bereich abräumen. Etwas hilft hier die Sonderregel, dass man bis zu fünf Koffer gegen Plättchen aus dem Vorrat ziehen kann und hieraus ein Plättchen wählen darf. Aber trotzdem kam es hier zu unfairen Situationen. Insgesamt hat das Spiel nette Ideen, sieht schön aus und die Regeln sind einfach. Aber eine weitere Runde möchte ich dann doch nicht spielen. Das Spiel wird aber sicher seine Liebhaber finden.
Stubenscore: 7,0 / 10
Brettspiel (getestet)


Ich dachte im ersten Moment direkt an Lets go to Japan, das Dunstan und Gilbert sicher sehr mögen. Da sich Happy Holiday offensichtlich nicht ganz so lohnt, warte ich dann doch, bis das spannendere Spiel von Josh Wood auf den Tisch kommt.
Das ist in etwa so wie ich meinen Urlaub auch am meisten liebe (wenn auch leicht nach Osten verschoben). In Summe liest sich das und sieht danach aus, als wäre das Spiel ein nice to play … aber musste nicht kaufen. Davon haben wir allerdings auch schon wahrscheinlich deutlich zuviel auf dem sagenumwobenen „Boden“. Ich hoffe die Balken halten noch.