Play that Song!

Hitster mit Quizfragen

Oft hätte ich bei Hitster gern meine Fachkenntnisse zu einem Song oder den Musikern eingebracht, doch ich sollte lediglich das Erscheinungsjahr des Songs chronologisch einordnen. Hans-Hermann Pein hat mit seinem Team diese Lücke geschlossen und läßt uns mit Spotify mehr oder weniger schwierige Fragen zu einem Song beantworten. Hierbei quizzen wir in Teams gegeneinander, oder jeder für sich.

Die Songauswahl kann man eingrenzen, so dass für alle ein vergleichbares Vorwissen gefunden werden kann

Optimal wäre es, wenn ein Spieler als Quizmaster das Spiel leitet und dann nicht mitspielt. Dafür braucht man aber eine große Runde Musikfans. Denn nachdem die App die Karte mit dem Song und die Fragen/Antworten per Zufall ausgewählt hat, wird der QR-Code gescannt, und man sieht auf dem Handy den Song. Auch natürlich die Fragen und Antworten auf der Karte.

Wir haben daher reihum die Rolle des Quizmasters weiter gegeben, so dass dieser in der Runde nicht mitspielen konnte. Dies war dann aber teilweise ungerecht, da der eine bei einer Howard Carpendale – Karte als Quizmaster pausieren musste, der andere bei einem unbekannten Opernsong gespannt auf Antworten warten konnte, denn da gab es keine Punkte zu verteilen.

Und so geht es: Die Teams (oder Einzelspieler) hören abwechselnd einen Song und bekommen dann vom Quizmaster sechs Fragen gestellt. Einfach, und daher wenig Punkte bringend, sind die ersten Fragen zu Interpret, Singtitel und Jahrzehnt. Antwortet das Team nicht, können die anderen buzzern und sich die Punkte holen.
Bei den anderen drei Fragen gibt es Antwortoptionen. Kann man die Frage beantworten, ohne dass die Optionen vorgelesen werden, bekommt man doppelte Punkte. Ansonsten liest der Quizmaster die Antwortoptionen vor. Weiß man die Antwort nicht, wird die Frage für alle anderen geöffnet und die anderen Spieler legen ihre Antwortkarten A, B oder C verdeckt ab und wettet mit seinen Chips auf diese Antwortoption. Da sind aber auch schon echt schwierige Fragen bei und man kann einfach passen, damit man keine Chips verliert.

Anhand der Fragen kann man zumindest den Interpreten erahnen, ohne einen Song zu hören.
Smells like teen Spirit. Frage 5 ist aber schon knifflig, da sollte das Jahr reichen. Da merkt man, dass die KI auch bei den Fragen geholfen hat.
Buzzer, Punktechips und mein Tipp für Antwort A.

Fazit:

Ich erinnere mich noch gut an die Hitster-Anfänge und die Problematik mit der Kompatibilität der App mit Spotify. Die App bei Play That Song! startet den Song einwandfrei, aber die Nutzbarkeit des Timers ist nicht möglich, da man nach dem Scannen des Codes zu Spotify kommt und man somit den Timer nicht sehen kann. Klickt man zurück, ist man wieder bei der Songauswahl. Aber nach ein paar Runden haben wir den Timer sowieso nicht mehr genutzt.

Man merkt schon, dass hier ein kleines Team ein Riesenprojekt angestoßen hat und zur „Erleichterung“ und zum Kostensparen die KI kräftig geholfen hat. Das sieht man an der Packung, aber auch an den Texten und Karten. Wer fleissig sucht, wird also Fehler finden. Aber die gibt es auch bei Spotify, wenn ich da nur an die Remakes oder Mixes von Songs denke, die dann einfach mal 20 Jahre später waren, der QR-Code aber auf den Ursprungssong zeigt.

Wir hatten in unseren Runden bisher viel Spaß. Wichtig ist allerdings, dass die Teams ähnliches Fachwissen haben sollte, damit man niemanden abhängt. Es ist somit eine frische Alternative zu Hitster für Musikfans, die mehr als das Erscheinungsjahr eines Songs raten möchten.

Noch ein Tipp für eine Hausregel: Wenn man nicht innerhalb 10 Sekunden antwortet, wird die Frage für alle zum buzzern geöffnet. Will man nicht, dass die anderen Punkte bekommen können, antwortet man also irgendwas, damit die Frage geschlossen wird. Das fanden wir in der Regel nicht gut und haben die Frage auch bei Falschantworten für die anderen geöffnet. Ausnahmen waren die Ja/Nein-Fragen.

Stubenscore: 7,3 / 10


PLAY THAT SONG!
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

6 Gedanken zu „Play that Song!“

  1. Dass der Spielablauf so flexibel auf die Spielenden angepasst werden kann ist ein tolles Feature. Das ist etwas bei dem eine App einen echten Mehrwert bringt.
    Bei so einem „letzten Spiel des Abends“ bei dem man nicht mehr ganz so taufrisch drauf sein muss bin ich gerne dabei.
    PS an offensichtlichen KI Bildern bin ich zwischenzeitlich ziemlich satt.

  2. Das will ich natürlich spielen, gerade wo ich jetzt mit Vinyl wieder gerade all-in bei Musik gehe.
    Mehr Quiz als bei Hitster darf es gern sein!
    Den Einsatz von KI finde ich natürlich nicht schön – zumindest bei dem Packshot hätte man selbst kreativ sein dürfen. Wenn dann aber menschliche Kreativität in den Spielablauf eingeflossen ist, freue ich mich natürlich 🙂
    „Claude, erstelle mir ein Musikquiz zu meiner Lieblingsmusik mit 500 Fragen mit jeweils drei Antwortmöglichkeiten und erstelle mir dazu einen Soundtrack mit neu erstellen KI-Songs im Stile von The Cure der 80er“ – soweit darf es nicht kommen 😬

  3. Mich, als passionierten Musikfan, spricht das sofort an. Bei Hitster hätte ich oft gern mehr gezeigt als nur das Erscheinungsjahr, und hier kann man endlich mit Wissen über Bands und Songs punkten. Dass die Songauswahl eingeschränkt werden kann, finde ich sinnvoll, damit in gemischten Runden niemand abgehängt wird. Die Hausregel, falsch beantwortete Fragen für die anderen freizugeben, würde ich direkt übernehmen. Ich würde es sehr gern mal ausprobieren!

  4. Eine spannende alternative zu Hitster, auch wenn das Spiel an der einen oder anderen Stelle durch die Fragenformulierung nicht perfekt ist. Überarbeitet und mit besserer App sicherlich nochmal besser. Als Person mit wenig Musikwissen über die Zeit vor meiner Geburt garnicht so einfach.. aber da kann man sicherlich über die Starteinstellung das Spiel anpassen, dass verschiedene Generationen miträtseln können.

  5. Ist eine Hardrock oder Metal Version geplant?
    Klingt ganz cool, werde aber sonst keine Chance gegen die älteren Musik Nerds in dieser Gruppe haben.
    Trotzdem bin ich gern dabei!

  6. Hallo zusammen!

    Zunächst einmal möchten wir uns als PLAY THAT SONG! Team ganz herzlich für diesen ausführlichen Testbericht und die vielen interessanten Kommentare bedanken! ❤️

    Wir freuen uns riesig, dass ihr Spaß mit unserem Spiel hattet und die Idee dahinter so positiv aufgenommen wurde.

    Auch die Kritik ist absolut fair, berechtigt und für uns sehr wertvoll. Genau solche ehrlichen Rückmeldungen helfen uns, unser Spiel immer weiter zu verbessern.

    Wir arbeiten tatsächlich jeden Tag daran, PLAY THAT SONG! noch besser, spannender und benutzerfreundlicher zu machen. Und einige der hier angesprochenen Punkte haben wir bereits verbessert!

    Zum Beispiel das Problem mit dem Timer: Dieses ist inzwischen behoben! Egal, ob ihr Spotify Free oder Premium nutzt – nach dem Scannen des QR-Codes und dem Anhören des Songs steht euch der Timer wieder auf dem Bildschirm zur Verfügung und kann jederzeit gestartet werden.

    Dafür müsst ihr lediglich die neueste Version unserer App installieren. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die App zu verbessern, neue Funktionen hinzuzufügen und regelmäßig Updates zu veröffentlichen.

    Zum Thema künstliche Intelligenz: Wir verstehen sehr gut, dass viele Brettspielfans den Einsatz von KI kritisch sehen, insbesondere bei der grafischen Gestaltung. Diese Rückmeldungen nehmen wir ernst. Deshalb werden wir das Boxdesign unserer Standardedition mit Buzzer vollständig überarbeiten.

    Was uns aber besonders wichtig ist: An der Entwicklung der Spielregeln sowie an den Fragen und Antworten waren ausschließlich echte Menschen beteiligt. Bevor das Spiel veröffentlicht wurde, haben wir unzählige Spieleabende mit ganz unterschiedlichen Gruppen veranstaltet, getestet, diskutiert und immer wieder Änderungen vorgenommen, bis die endgültigen Regeln feststanden.

    Und natürlich hören wir auch jetzt nicht damit auf!

    Ein schönes Beispiel ist die hier angesprochene Hausregel: Wenn innerhalb von zehn Sekunden keine Antwort kommt, dürfen die anderen Spieler buzzern und versuchen, die Punkte zu holen. Diese Regel ist bereits in unseren neuen Editionen enthalten und wird auch auf unserer Website erklärt. Auch eure Anregung zum Umgang mit falschen Antworten nehmen wir gerne mit!

    Und es gibt noch mehr Neuigkeiten! Aktuell sind drei weitere Editionen auf dem Weg nach Deutschland, während wir bereits an den nächsten Ideen arbeiten.

    Zur Frage nach einer Hardrock- oder Metal-Edition: Eine reine Hardrock- oder Metal-Version können wir noch nicht versprechen. Aber eine Rock-Edition wird es im nächsten Jahr auf jeden Fall geben! 🤘

    Wir sind ein kleines Team mit einer großen Leidenschaft für Musik und haben noch unglaublich viele Ideen für die Zukunft.

    Deshalb freuen wir uns über jede Anregung, jede Kritik und natürlich auch über jedes Lob. Am Ende entwickeln wir dieses Spiel für euch – die Menschen, die Musik lieben und gerne gemeinsam spielen.

    Nochmals vielen Dank an Stubenzocker für den tollen Testbericht und an alle, die sich hier an der Diskussion beteiligt haben!

    Wir wünschen euch weiterhin ganz viel Spaß beim Musikhören, Raten und Buzzern!

    Liebe Grüße

    Euer PLAY THAT SONG! Team

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Ähnliche Beiträge

Beginne damit, deinen Suchbegriff oben einzugeben und drücke Enter für die Suche. Drücke ESC, um abzubrechen.

Zurück nach oben