Wer ist ein Spion?
Die Nacht der Entscheidung spielt in der Welt des Deduktionsspiels „Der Widerstand“, ist aber eine sehr kurze und schnelle Variante mit nur einer Runde und insgesamt unter 15 Minuten Spieldauer. Ted Alspach, der insbesondere durch die Werwölfe bekannt ist, hat bekannte Spielprinzipien in die Welt der Widerstandskämpfer und Spione transformiert.
Die Rollen bestehen immer aus 3 Spionen und soviel Wiederstandskämpfer wie Mitspieler. Jeder Spieler bekommt hiervon zufällig eine Rolle, drei Rollen liegen in der Mitte des Tisches in dem Hauptquartier. Theoretisch können also auch alle drei Spione nicht mitspielen. Ziel ist es nun, zum Spielende einen Spion zu enttarnen.
Zusätzlich zur Rolle erhält jeder Spieler noch ein Spezialistenkarte. Rolle und Spezialistenkarte gucken sich die Spieler einmalig zu Beginn des Spiels an und legen die Karten gut erreichbar für alle vor sich ab. Und nun schließen alle ihre Augen und der Anführer leitet durch die Nacht …

Was man als Spielerklärer und erster Anführer nicht vergessen darf zu erwähnen: Zu Beginn dürfen die Spionen nun die Augen öffnen und somit erfahren, wer in ihrem Team sind. Danach wird beginnend mit dem Anführer dieser die Augen öffnen und seine Aktion der Spezialistenkarte ausführen. Dieses kann z.B. sein, dass er die Rollenkarten von zwei Spielern tauscht oder sich eine Rollenkarte oder Spezialistenkarte eines Spielers ansieht. Danach sagt er „Auftrag abgeschlossen“, schließt die Augen und der nächste Spieler ist dran.
Sind alle durch beginnt, beginnt die Tagphase und alle öffnen die Augen. Nun nimmt sich der Anführer und danach die weitern Spieler jeder ein Spezialistenmarker aus der Tischmitte. Dieses kann ein Marker sein, der mit seiner Karte Spezialistenkarte übereinstimmend ist, aber auch ein anderer. Danach beginnt die Diskussion. Denn mit der Behauptung, eine bestimmte Spezialistenfähigkeit zu haben, sollte man Informationen über die Spione haben.

Fazit:
Nachdem zum Spielende alle abstimmen, haben die Widerständskämpfer gewonnen, wenn ein Spion gefunden wird. Eine clevere Idee ist dann hierbei, dass in der Nachtphase durch den Einsatz einer Spezialistenfähigkeit, die Rollenkarten untereinander oder mit der Auslage im Hauptquartier getauscht werden können. Mit 11 Spezialistenfähigkeiten, die beliebig kombiniert werden können, ergeben sich immer wieder neue Situationen.
Mit der kurzen Spieldauer hatten wir in unserer Fünferrunde erstaunlich viel Spaß. Das werden wir sicher wieder spielen.
Stubenscore: 7,3 / 10
NACHT DER ENTSCHEIDUNG
BoardGameGeek
Brettspiel (getestet)


Das hat mir nach einigen Runden immer mehr gefallen. Die Regeln sind (fast für jeden) einfach und eine Runde ist schnell gespielt. Es hat für mich auch einige frische Ideen, so dass ich es nicht als Werwölfe-Kopie empfand, zumal es den Vorteil hat, auch in einer kleinen Runde prima zu funktionieren.
Wäre nicht nur wieder dabei, sondern würde es auch gern mal leihen und in anderen Runden probieren.
Für mich klar nördlich der 7,3.
„Nacht der Entscheidung“ hat mir mit jeder Runde besser gefallen. Besonders gut haben mir die Twists gefallen von „ich bin mir total sicher das es so ist“ zu „wtf“ – sehr amüsant…
Wenn 2 Dinge bei Stubenzocker berüchtigt sind, dann alles das was nach Jahrzehnten der Verbannung vom Boden gezerrt wird … und was für Umme von Spiele-Quantiversendern so als Dämmstoff mit in den Versandkarton geworfen wird. Nach der Regelerklärung war ich mir sehr sicher, dass wir uns gleich durch einen epischen Stinker widern werden. Auch da lag ich falsch … denn nach ein paar flotten Runden war ich besonders von den mehrfachen Plottwists und Subplotts einer Runde angefixt. Ich war mir doch SO SICHER den Agenten zu haben (und dann hat der Jockel vor mir die Karten geswappt)! So viel Spaß hatte ich bei solchen Spielen seit Love Letter nicht mehr! Ich sehe die 8,0
Man kann sich schon verraten, wenn man den „falschen“ Spezialisten-Token nimmt und die Fähigkeiten nicht alle im Kopf hat. Nach ein paar Runden und dem Verständnis wer was kann und darf lief es dann doch deutlich besser 😉
Nettes schnelles Spiel und durch die kleinere Runde zieht sich das Augen zu auch niocht so lange wie bei den Werwölfen.
Klingt interessant… halt ich mal die Augen nach auf.