Kentucky Route Zero

2011 als fünfteiliges Adventure gekickstartet gibt es bisher drei Teile auch „schon“.

Laut Jake Elliott und Tamas Kemenczy kommen die beiden übrigen „nächstes Jahr oder so“.

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Okay, durch Kickstarter kamen auch keine 10.000 Dollar zusammen und es stellt sich die Frage, wie die beiden damit Jahrelang über die Runden kommen sollen. Aber zum Spiel: Kentucky Route Zero beginnt wie ein normales Point and Click-Adventure. Ich, Conway, soll mit meinem LKW eine Lieferung in den Dogwood Drive bringen. Der Weg dorthin scheint nur über die Kentucky Route Zero zu gehen, nur wo finde ich die? Und warum habe ich einen Hund dabei?

Ein Mann, sein LKW und sein Hund.

Ein Mann, sein LKW und sein Hund.

Schon nach wenigen Klicks wird klar, dass Elliott und Kemenczy David Lynch oder abgefahrene Drogen ganz cool finden. Die konzentrieren sich eher auf surreale Situationen, als denn auf solide Rätselkost. Und so machen wir Begegnung mit seltsamen Charakteren und führen wirre, aber unterhaltsame Gespräche. Klar, dass wir hier auch schon mal während des Gesprächs die Rollen wechseln.

Welcher Bekloppte wohnt hier?

Welche Bekloppte wohnt hier?

Kentucky Route Zero besticht neben seiner Verrücktheit durch Artdesign. Falls man ein Argument für die beliebte These „Computerspiele sind Kunst“ braucht, hier ist es. Und irgendwie hält mich das eher bei der Stange, als ein (für mich dröges und nicht sonderlich witziges) high-end Adventure wie Deponia.

Kentucky Land ohne Route Zero in Sicht.

Von hier aus geht es zu den seltsamen Orten: Kentucky Land ohne Route Zero in Sicht.

Und weil vielleicht „Spielen“ gar nicht wichtig oder definierbar ist, ein paar Impressionen, die nur in Bewegung noch schöner sind.

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Fazit:
David Lynch hätte seine Freude dran und Dank des schicken Designs warte ich auf die nächsten Teile. Kommen ja irgendwann.

Stubenscore: Kunst und echt hübsch / 10


KENTUCKY ROUTE ZERO
http://kentuckyroutezero.com/
MAC | LINUX | PC (getestet)

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2 Gedanken zu “Kentucky Route Zero

  1. Es wird ja fälschlicherweise von mir behauptet, dass ich ein ‚Retro‘-Fan sei.
    Fälschlicherweise daher, weil man wir wohl eigentlich ‚reaktionär‘ andichten will, „Retro“ sagt, und zufällig richtig liegt.

    Offenbar habe ich eine Schnittmenge mit Retro-Fans, doch geht es mir nie um Nostalgie.
    Ich mag die Hinkehr zu Darstellungen mit einer ganz klaren Handschrift.

    Und daher hat mich Kentucky Route Zero voll umgehauen als ich damals die ersten Bilder sah.
    Wie Sword and Sworcery für Pixelspiele eine Renaissance einläutete, erfährt die vekorbasierte Darstellung mit „Kentucky Route Zero“ eine stilgebende Neuinterpretation.
    Das was hier abgeliefert wird, hat so eine Klarheit in Strich, Lichtspiel und Farbpalette, dass dieses Spiel eine Referenz ist.

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    Supergeil ist auch der Lektüreschlüssel auf dem besten Spieleblog Deutschlands, ach, was rede ich… der Welt!

    Gefällt mir

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