Deadly Premonition

Ja, das Spiel hat unterschiedliche Kritiken bekommen und wurde auch von SPON in die Rubrik der schlechten Spiele, die richtig gut sind, aufgenommen.
Die Mischungs aus Twin Peaks, Zombie-Shooter und anderen merkwürdigen Spielanteilen fesselt länger, als man zunächst denkt. Ich erkläre warum.

deadly0Dieses typisch japanische Produkt in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln bietet viel Story. Manchmal bestehen ganze Kapitel aus „Story“ und man entspannt zu den Einspielern.
Als Rückblick wird die Geschichte der Stadt Greenvale einem kleinem Mädchen erzählt, auch wenn das Spiel eine Freigabe ab 18 erlangt hat: FBI-Agent Francis York Morgan untersucht in einem kleinen Kaff einen merkwürdigen Mordfall. Dieser wird im Laufe der Zeit immer verworrener und bei einer Leiche bleibt es auch nicht. Wir ermitteln in einer „open world“, in speziellen Szenen werden wir dann aber geleitet. Hier muss man als Profiler dann immer ein Rätselstück zur Gesamtstory lösen. Diese sind aber nie schwierig, wie auch die Gegner.

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Im Sheriff-Büro ist man häufig zu Gast.

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Profiler-Szene: Wir lösen einen Schnipsel zum Fall.

Technisch ist das Spiel schlecht:

  • Die Grafik ist gruselig. Die kantigen Polygone / 2D-Objekte in einer 3D-Welt sehen schon komisch aus. Und dabei ist diese „Director’s Cut – Version“ angeblich schon aufpoliert.
  • Die Steuerung ist schlecht. Ob es das Autofahren ist oder das Zielen auf die Gegner. Wie auch bei Resident Evil kann man im Laufen nicht schießen.
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Eine Autofahrt. Lang, langweilig und die Karte versperrt einem die Sicht.

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Häufig muss man auf die Gesamtkarte gucken, wo man überhaupt hin muss. Aber auch die ist nicht zoombar und man findet sich zu Beginn schlecht zurecht.

Gut hingegen ist die Musik und Regietricks ala Twin Peaks. Und die Story und Charaktere. Ein paar Nebenquests geht man dann auch gern an. Die Hauptquest muss manchmal liegen bleiben, da eine Kneipe erst gegen Abend öffnet und bis dahin kann man ja mal ein wenig spazieren fahren und rumquesten. Toll ist auch der Hauptcharakter, York. Er spricht gern mit sich und ist fasziniert von alten Filmen wie Clockwork Orange oder Nightmare on Elm Street. Während einer Autofahrt erzählt er ganze Regiearbeiten aus der Zeit auf. So werden diese lehrreich und interessant.

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Interessante Bewohnter der Stadt gibt es viele. Auf Story wurde wert gelegt.

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Auch eine wiederkehrende Figur im Spiel. Später im Spiel dürfen wir sogar mal den Killer spielen …

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Ein Bossgegner. Viele gibt es nicht und man lernt sie auch erst am Ende des Falls kennen.

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Jedes Kapitel schließt mit mit einer Statistikübersicht.

Fazit:
Mit mehr Geld hätte man aus der Story und den Ideen ein tolles Spiel machen können. Aber eine gute Story ist manchmal mehr wert, als blendende tolle Grafik ohne Tiefgang. Die Wertung ist in Zeiten, in denen GTA & Co den Standard für open-world-Spiele hoch gesetzt haben, schwierig festzulegen. Für mich zählt aber auch der Spaßfaktor.
Stubenscore: 7,0 / 10


DEADLY PREMONITION (DIRECTOR'S CUT)
Wikipedia
PC | XBOX360 | PS3 (getestet)


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2 Gedanken zu “Deadly Premonition

  1. Klingt wirklich interessant, zumal ich Gutes von D4: Dark dreams Don´t die gehört habe, das ja auch von Swery ist, aber halt bisher nur für die Xbox One. Für andere Plattformen soll es nicht kommen, was echt schade wäre. Microsoft lässt spannende Spiele damit völlig unter dem Teppich.

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