Survive the Island

Gemeinsam oder semi-koop?


Unsere Insel geht unter und wir müssen entkommen. Der Weg mit den Booten zum Festland ist gar nicht so weit, aber es lauern Haie, Seeschlangen, Kaiju und vor allem die Mitspieler. Denn das Spiel wird nach einiger Zeit richtig gemein und konfrontativ, denn man möchte nicht nur seine Leute retten, sondern auch die gegnerischen Abenteurern den Haien zum Fraß vorwerfen. Alternativ könnte man natürlich auch kooperativ von der Insel fliehen …

Anfangs ist es ganz schön voll auf der Insel. Nach seinen 10 Figuren platzieren alle noch zwei Boote um die Insel.

Während eines Zuges muss der Spieler nacheinander

  • seine Abenteurer und Boote bewegen
  • ein Inselplättchen entfernen und damit z.B. ein bösartiges Tier ins Spiel bringen. Einige Plättchen haben auch einen positiven Effekt und können in späteren Zügen für einen Bonus sorgen
  • mit dem Gefahrenwürfel eines der drei Tiere auf Beutezug schicken.
Links unsere drei Züge, rechts die drei Monster. Wenn wir sie in Schritt 3 erwürfeln, kann man sie entsprechende Züge ziehen und Floß/Abenteurer fressen oder vertreiben.

Gut gelöst ist, dass man zunächst nur die niedrigen Strandplättchen entfernen darf. Wenn diese nicht mehr verfügbar sind, werden die Waldplättchen und danach die Berge entfernt. Das Spiel endet, wenn gegen Ende drei Vulkane aufgedeckt wurden, die sich unter den Bergplättchen befinden. Beschleunigt wird dies, da man, sofern man keine Abenteurer mehr im Spiel hat, zwei anstelle einem Inselplättchen entfernen kann.

Gegen Ende spitzt sich die Situation zu. Viele Monster, wenig Land und somit auch mehr Beute für Haie.

Fazit:

Es wurde hier an viele kleine Dinge gedacht, die das Spiel sehr liebenswert machen. So kann nur der Spieler das 3-Personen-Boot lenken, wenn er nicht in Unterzahl an Bord ist. Ist man gemeinsam an Bord, wird man vermutlich auch kein Seemonster zum Boot schicken. Auch gut ist, dass die Inselplätzchen positive wie negative Effekte haben, sicher auch eine kleine Glückskomponente. Manchmal bekommt man auch ein Boot dazu, was später wichtig wird, da die Seemonster neben ihrem Appetit auf Abenteurer auch die Boote zerstören. Ohne Boot kann man in seinem Zug nur ein Wasserfeld schwimmen. Hat man ein Delfinplättchen, kann uns dieses bis zu zwei weitere Felder mitnehmen.

Eine kleine Memorspiel-Komponente möchte ich nicht verschweigen. Unsere geretteten Abenteurer sind unterschiedlich wertvoll und haben entsprechend Zahlen von 1 bis 5 Siegpunkte auf der Unterseite. Nach kurzer Zeit habe ich aber nicht mehr daran gedacht, die wertvollen Abenteurer zu retten, sonder einfach irgendwen zu Booten und Festland bewegt, der nicht zu nah bei den Haien schwamm.

Insgesamt ein schönes Spiel, tolles Thema und es gibt auch schon einige Erweiterungen. Ein Nachteil ist, dass man schon 4-5 Personen braucht und so langsam sind zu viele Spiele mit höherer Personenzahl in meiner Sammlung. Aber mal sehen, vielleicht findet es doch noch einen Weg in die Sammlung …

Stubenscore: 7,8 / 10


SURVIVE THE ISLAND
BoardGameGeek

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Brettspiel (getestet)

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