Ogallala

Kanubauer – Kanuklauer

Schon 1975 hat Rudi Hoffmann dieses kleine Kartenspiel bei Pelikan veröffentlicht, die neuste Ausgabe ist 2002 bei Amigo erschienen. In Erinnerung ist mir allerdings nicht, dass ich das schon mal irgendwo gesehen habe.

Ziel ist es, mindestens drei Kanus zu bauen. Das virtuelle Spielfeld besteht hierbei maximal aus drei Reihen mit 14 Karten in der Breite. Wir ziehen solange Karten und legen die bei uns an, bis wir eine Karte ziehen, die wir schon in unserer Auslage haben, eine Sonderkarte ziehen oder ein Kanu vervollständigen. Da liest man also eine hohe Glückskomponente raus. Denn es kann sein, dass wir mal 10 Karten ziehen und auch schnell ein Kanu fertigstellen. Oder wir ziehen wenig Karten und eine ist doppelt und der Zug ist vorbei.

Die Karten müssen immer angrenzend zur Auslage angelegt werden, auch diagonal ist möglich. Die Zahlen darüber sind die Angriffsstärke (also bei den Indianern), die Zahlen darunter Siegpunkte (Beutekarten)

Durch die Sonderkarten kommt die nächste Glückskomponente, denn hiermit kann man Karten bei Mitspielern klauen oder verbannen oder mit dem Totem auch sein eigenes Kanu schützen. Was mir dann gut gefällt, sind die taktischen Möglichkeiten. Denn man baut ja mehrere Kanus zeitgleich und so kann man eines mit mehr Verteidigung bauen oder auch eins, dass man opfern könnte. Denn die Karten mit den Indianern und Beutekarten haben unterschiedliche Effekte für Angriff/Verteidigung und spätere Siegpunkte. Wichtig wird dies, wenn man ein Kanu fertigstellt und hiermit ein Kanu eines Gegners (auch welche, die noch nicht fertig sind) angreifen kann. Hierbei erobert man die Beutekarten, der Rest des Kanus kommt in die Ewigen Jagdgründe und ist somit aus dem Spiel.

Drei Kanus sind fertig, ich beende das Spiel. Denn Punkte gibt es nur für abgeschlossene Kanus und die Anderen haben keins fertig.

Fazit:

Auch wenn seit der Startauflage von 1975 an der Kartenanzahl und Regeln optimiert wurde, so ist dies schon ein eher typischen Glücksspiel mit eingeschränkten taktischen Möglichkeiten aus „alten Zeiten“. Aber der Ärgerfaktor und Interaktion beim Angreifen und Kartenklauen macht Spaß und es ist ein ständiges hin-und-her. 30 Minuten dauert dann der Schlagabtausch beim Kanubauen schon und als No-Brainer ist es durchaus geeignet.
Funfact: Aufgrund der schlechten Bewertung auf BGG habe ich es auf dem Flohmarkt links liegen lassen. Und glücklich kam die Brettspielerin mit diesem Fang von ihrem Rundgang wieder und so kam es dann doch in die Sammlung. Glück gehabt.

Stubenscore: 6,7 / 10


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BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

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