Eine geht noch

Und wieder fasziniert ein Kartenspiel. Ziel ist es, in jeder Runde verschiedene Zahlenkarten zu sammeln. Reihum entscheiden wir, ob wir eine weitere Karte ziehen oder die bisherigen Karten sichern wollen. Denn liegt die neue gezogene Karte schon vor uns, scheiden wir aus.
Die Karten mit den Werten von 1 bis 12 kommen dabei entsprechend oft ihres Werts vor, also 2 Karten mit dem Wert 2, aber 12 Karten mit dem Wert 12. Hinzu gibt es ein paar Sonderkarten, wie Flip Three (da muss ein Spieler drei Karten nehmen), Second Chance (Extraleben, falls eine Karte doppelt gezogen wird) und Freeze (einen Spieler einfrieren, so dass er diese Runde keine weiteren Karten erhält).
Und dann gibt es noch die Spielnamen gebende 7er-Regelung: Wer 7 Zahlenkarten (also ohne Sonderkarten) vor sich liegen hat, beendet die Runde und erhält zusätzlich 15 Extrapunkte.
Wenn dann alle gepasst haben, werden die Punkte für diese Runde notiert und die nächste Runde beginnt. Bis jemand 200 Punkte hat.


Fazit:
Flip 7 war zum Spiel der Jahres 2025 nominiert. Das kreativere Bomb Busters hat dann gewonnen. Der Glücksfaktor ist schon hoch. So habe ich einmal in einer Runde mit 7 Karten und einem 2x-Multiplikator über 100 Punkte gesammelt, das war dann nicht mehr aufzuholen. Aber ein Spiel dauert nicht lange und die nächste Runde kommt bestimmt.
Stubenscore: 7,7 / 10
Brettspiel (getestet)

Es ist schon manchmal erstaunlich, wie Mundpropaganda, Social Media und die Jury für das Spiel des Jahres einem ggf. nicht besonderen Spiel den Erfolg verschafft. Ariana Grande spielt das? Her damit! Am Ende scheint es mir nicht weit von Black Jack, aber mit ein paar Bier sicher ein Spaß und ich wäre dabei.
Schlanke Regeln, ein statistisches Feuerwerk im Kopf und großes Potential für spektakuläres Scheitern. So was lieb‘ ich
Wer die Sonderkarten „Second Chance“ zieht, gewinnt… jedenfalls bei meinen beiden Partien (dieerste und die letzte) war das so. Der Rest ist eigentlich nur Beschäftigungstherapie.
Auch die „x2“-Karte und Freeze zum richtigen Zeitpunkt ist eine Glückskomponente. Bei uns hat sich das aber inzwischen rausgemittelt und der Spaßfaktor und die Schadenfreude ist dann doch schon hoch. Wir können ja in Essen mal eine Runde von der Fiesen 7 (neue Version) spielen 😉