Mit Stefan Feld auf einer Insel
Stefan Feld schafft es immer wieder seine Spielmechaniken in ein passendes Szenario zu verpacken. Und so fragt man sich auch hier, gab es zuerst das Dschungelszenario oder die Multifunktionskarten und Token mit siegpunktegesteuerten Leisten?
Die Spieler erforschen auf einer Insel fünf verschiedene Tiere, indem sie diese mit ihren Forschern umzingeln und dann einsammeln. Der Ablauf des Spiels ist hierbei leicht verständlich. Wir ziehen jede Runde drei Karten. Die Karten haben drei Funktionen für die drei Phasen A, B, und D. Wir müssen also entscheiden, welche Karte wir in welcher Phase nutzen möchten.
Denn legen wir die Karten unter unser Ablageetui, und arbeiten reihum vier Phasen ab:
- A: Die Karte bei A nutzen, um sie für einen permanenten Bonus oberhalb des Etuis einzuschieben. Dort gibt es drei Plätze, ab der vierten Runde überschreiben wir also einen Bonus. Ein Bonus kann sein, dass wir beim Platzieren eines Forschers in Phase C auf ein grünes Landschaftsfeld ein beliebiges Plättchen erhalten.
- B: Man erhält die Ressource, die unten links auf der Karte angegeben ist
- C: Einen Forscher auf die Insel stellen. Dieses kostet zwei Ressourcen der passenden Farbe. Sollte ein Tierplättchen hierbei umzingelt sein, kann man dieses aufnehmen. Dies kann man z.B. durch Bonuskarten (siehe Aktion A) vergünstigten.
- D: Unten rechts auf der Karte lauert die dritte Funktion der Karte. Wir ziehen das entsprechende Tier auf der Leiste des Spielplans ein Feld hoch. Je Tier in der eigenen Sammlung bekommt man einen Siegpunkt. Auch clever gelöst: Die Siegpunkteleiste mit den Tieren leiten das Spielende ein. Ist die Summe der Punktebereiche (bei vier Spielern) 11, ist das Spiel beendet. Und jeder bekommt für seine Tiere in dem Punktebereich die entsprechenden Werte.




Fazit:
Schon fast ein Familienspiel, das ist man von Stefan Feld nicht gewohnt. Einfache Regeln, die Taktik-Glück-Komponente ist schön ausgewogen und mit einer Spieldauer von einer Stunde lädt es zu einer nächsten Runde ein. Bleibt in der Sammlung. Perfekt für 4 Personen. Das Spielmaterial ist schon günstig produziert. Dünne Pappen, zu wenig Spielerhilfen, die auch nur mit der Lupe lesbar sind. Auch die Anleitung hätte man größer drucken können. Aber wir sind es ja von Stefan Feld gewohnt, dass es auch Luxus-Versionen seiner Spiele gibt. In diesem Fall findet man diese in der City Collection, Teil 5, Vienna.
Stubenscore: 7,5 / 10
LA ISLA
BoardGameGeek
Brettspiel (getestet)


„Stefan Feld beweist mal wieder, dass selbst ein entspanntes Familienspiel bei ihm noch nach cleverem Ressourcenmanagement aussieht. Überraschend zugänglich – und trotzdem genug Taktik, um nach der Partie direkt die Revanche zu wollen.“ hat mir gerade ChatGPT als Kommentar ausgeworfen. Aus meiner menschlicheren Warte muss ich es nicht unbedingt spielen – bin dann gern im Plattenladen 🙂