Ein emotionales Meisterwerk mit Tiefgang

The Drifter ist ein klassisches Point-and-Click-Adventure mit wunderbarer 2D-Pixelgrafik. Worum geht’s? Du schlüpfst in die Rolle des abgebrühten Landstreichers (Drifters) Mick Carter, der nach einigen Jahren in seine Heimatstadt zurückkehrt. Natürlich gerät er gleich zu Beginn in eine Schießerei, wird Zeuge eines grausamen Mordes, von futuristischen Soldaten gejagt – und stirbt… nur um wenige Sekunden vor seinem Tod wieder aufzuwachen. Was für ein Einstieg, der mich sofort gepackt und in seinen Bann gezogen hat!

Das Spiel ist eine düstere Pulp-Story, die sich zentral mit den Themen Tod, Verlust und der Bewältigung der eigenen Vergangenheit auseinandersetzt. Es ist wahrlich keine leichte Kost und hinterlässt immer wieder einen Kloß im Hals. Doch trotz der ernsten Handlung sorgen schwarzer Humor und unerwartete Plot-Twists für ausreichend Abwechslung.
Die klassischen Point-and-Click-Kombinationsmöglichkeiten sind auch hier vertreten. Im Vergleich zu anderen Titeln des Genres sind die Lösungen hier jedoch meist logisch und intuitiv zu meistern. Ab und zu bleibt einem zwar nichts anderes übrig, als auf Trial-and-Error zurückzugreifen, aber das hält sich in Grenzen.

Kommen wir zum Soundtrack, der für mich einen großen Teil der Atmosphäre ausmacht. Die alten, analogen Klänge (u. a. vom Korg MS-20 mini) verleihen dem Spiel eine einzigartige, fast schon hypnotische Stimmung, die perfekt zur düsteren, mysteriösen Welt passt. Sie unterstreichen die bedrückende Atmosphäre und ziehen einen noch tiefer in die Geschichte hinein.

Fazit: Wer auf packende Geschichten, einen fetten Sound und wunderbare Pixelgrafik steht, kommt an The Drifter nicht vorbei. Das Spiel schafft eine fesselnde Ästhetik, die lange nachhallt – und das im besten Sinne. Absolut empfehlenswert!
Stubenscore: 9 / 10
SWITCH (kommt) | PC (getestet)

Ich will das unbedingt spielen und warte schon sehr lange auf die Switch-Version, die hoffentlich irgendwann kommt. Ich mag Point&Click und auch, dass das Genre wiederkommt. Sam & Max als Klassiker war ein Spaß wieder zu spielen und ich mochte auch The Excavation of Hob’s Barrow. Großartig natürlich Thimbleweed Park.
…und nicht zu vergessen Kathy Rain.
Was für eine Perle und schöner Test.
Vom Powerhoof-Studio können wir noch mehr erwarten und es gibt ja auch eine Reihe free-to-play von Powerhoof, sogar für den Mac. Werde ich mir mal angucken
Großartig, dass das Spiel neben der wunderschönen Pixelart-Grafik trägt. Demnächst(tm) muss ich das auch spielen … und auch testen, ob bei mir Point n Click noch zünden kann (das letzte Monkey Island hatte mich leider hart angeödet).