Tomb Raider

Wer die Serie LOST gesehen hat, wird Parallelen feststellen:
Gestrandet auf einer Insel trifft Lara auf Freunde, Gegner und dem Geheimnis der Insel. So begleitet der Shooter eine Story: Wie komm ich hier weg?
Lara kennen wir schon lange. Wie wird sie dieses Abenteuer überstehen?

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Die Story kann mit so manchem Film mithalten: Zunächst ist Lara allein. Sie sucht ihre Crew. So nach und nach findet sie Essen, Waffen, dazugehörige Gegner und auch ihre Crew. Doch die darf nie mitkämpfen, denn die Spielmechanik ist auf eine Person ausgelegt. Neben verschiedenen Gegnerklassen erkundet sie auch die Geheimnisse der Insel, die bis zum zweiten Weltkrieg und noch vergangeneren mystischen Geschichten führen. Erläutert wird die Story auch in zahlreichen Fundstücken (also Dokumenten), die andere Personen in kleinen Kisten platziert haben. Realistisch? Nein – aber diese Art der Storybegleitung und Sammlerobjekte kennt man aus vielen Spielen. Vielleicht fällt da mal jemand etwas clevereres ein.

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Das Schiff ist dahin. Was nun ?

Die Grafik ist beeindruckend und liebevoll gestaltet, so dass man sich gern mal umguckt. Zeit ist dafür, denn die Gegner warten auf einen und kündigen sich auch mit musikalischer Untermalung an. Die Stärke der Gegner ist bis auf ein paar Bossgegnern mit Panzerung angenehm, manche sind aber auch dumm und neugierig: „Guck ich doch mal um die Ecke, ob Lara immer noch ihren Bogen auf meinen Kopf richtet? Ups, so war es.“

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Den sollte man vorbeiziehen lassen. Denn er ist nicht allein.

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Ein japanisches Modell. Aber große Waffen kann man nicht benutzen.

Die Spielmechanik ist, ähnlich wie Uncharted, mehr als interaktiver Kinofilm angelegt, somit linear. Es besteht aber die Möglichkeit, zu anderen Feuerstellen (=Sprungmarken) zurückzukehren. Sinn macht dies nicht, aber wer gern 100% erreichen möchte, wird hier noch den einen oder anderen Gegenstand suchen wollen. Erleichtert wird dies auch durch eine umfangreiche Karte, in der man auch Gegenstände filtern kann.

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Die Karte ist zur Orientierung und Suche der Gegenstände sehr hilfreich

Gut gelöst ist die Entwicklung der Hauptdarstellerin. So kann man mit Erfahrungspunkte Fähigkeiten, wie Entdeckung von Geheimnissen oder Nahkampfboni, eintauschen. Zusätzlich sammelt man „Bergungsteile“, mit denen man seine Waffen verbessern kann. Neben Nahkampf stehen hier eine Pistole, ein Gewehr sowie ein Bogen zur Verfügung. Es wird also waffentechnisch nicht unübersichtlich, wobei sich aber die Waffen weiter entwickeln und neue Modi freigeschaltet werden können.

Einstellen läßt sich die Schwierigkeit des Spiels, sofern man den Menüpunkt findet. Der fleissige Sammler hat aber sowieso schnell genug Punkte für gute Waffen, mit denen man zügig durch die Gegnerhorden kommt. Richtig schwer ist es somit nicht. Ergänzt wird das Spiel durch kleine Logikrätsel in sogenannten Grabkammern.

Auch einen Multiplayerpart hat das Spiel. Hier können 4 Abenteurer gegen eine Gegnercrew kämpfen. Auch hier sammelt man Erfahrungswerte, verbessert sich und steigt im Rang weiter auf.

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Der Sonnenuntergang stimmt versöhnlich. So schlimm ist die Insel doch gar nicht.

Fazit:
Lara hat uns Jungs schon immer gefallen und mit einer tollen Story und schöner Grafik war es auch diesmal wieder ein Erlebnis.
Stubenscore: 8,5 / 10


TOMB RAIDER
Webseite
PC | XBOX360 | PS3 (getestet)


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3 Gedanken zu “Tomb Raider

  1. Hast Du nicht das entscheidenste Merkmal des Spiels unerwähnt gelassen?
    Anstelle der x-ten Fortsetzung haben wir es hier doch mit einem Prequel zu tun.
    „Lara Croft begins“ sozusagen.
    Wenn man Story und Oberweite überspannt hat, dann geht man zum Ursprung zurück.

    Ich würde daher gern wissen, ob es ein weiteres Hüpf- und Schießspiel ist oder ob man ganz deutlich spürt, dass hier eine damsel-in-distress um ihr Leben bangt, weil sie eben noch nicht die Gestalt und Abgeklärtheit der späteren Kriegerin besitzt.

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    • Du scheinst Dich ja im Lara-Universum gut auszukennen 😉
      Um ehrlich zu sein, ist bei dieser Art Spiele der Hauptcharakter leicht auszutauschen. Man hätte es auch Uncharted x oder es nach einer anderen beliebten/neuen Figur benennen können. Es war aber sicher clever, einen bekannten Namen wieder zu beleben. Ich hatte damals schon ein Tomb Raider für den Gameboy. Und wenn der Hauptcharakter anstelle Lara vielleicht Helga geheißen hätte, wäre es nicht im Spielgerät gelandet. Und viel von Lara erkennen konnte man damals noch nicht.

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  2. Pingback: Lara Croft und der Tempel des Osiris | Stubenzocker

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