Mystic Vale

Card-Crafting

Vor 10 Jahren hat John D. Clair mit Mystic Vale das Card-Crafting „erfunden“. Mittels Einschüben bei den Karten in einer Hülle können hierbei mit Ergänzungen an drei Stellen die Karten aufgewertet werden.

Unser Startkartensatz ist hierbei bei allen Spielern gleich. Man kann im Laufe des Spiel versuchen im Kopf zu behalten, was noch im Nachziehstapel ist, denn es gibt auch eine entscheidende push-your-luck-Komponente.

Sind wir an er Reihe, ziehen wir von unserem Nachziehstapel nacheinander eine Karte, drehen diese um und entscheiden, ob wir diese in unser Feld für diese Runde spielen. Drehen wir dann im Verlauf eine Karte um, mit der wie ein viertes rotes Verfallsymbol aufdecken, habe wir uns verpokert und legen alle Karten im Feld auf den Ablagestapel. Ziel ist es somit, nur solange Karten nachzuziehen, bis maximal drei rote Symbole offen liegen. Beende ich das Kartenziehen, werte („ernte“) ich nacheinander die Karten im Feld und bekomme Siegpunkte, kann mit Seelensymbolen permanent ausliegende Spezialkarten kaufen und – das Wichtigste – Aufwertungen mit Mana aus der Auslage kaufen und diese dann passend in eine der im Feld ausliegenden Karten einschieben. Zum Schluss kommen dann alle Karten im Feld auf den Ablagestapel, den man oft neu mischen wird …

 

Das rote Symbol darf nicht viermal offen liegen. Im Startdeck sind Karten mit zwei oder sogar alle drei freien Plätzen für Erweiterungen.
Die Auslage mit den kaufbaren Erweiterungen
Mit den drei unterschiedlichen Seelensymbolen kann man permanent ausliegende Karten kaufen, die manchmal auch nur Siegpunkte am Spielenden bringen.

Fazit:

Das Spiel lebt von den verschiedene Taktiken, die man anwenden kann. Soll ich mein Deck schützen, indem ich „Bäume“ in meine Karten einschiebe und somit die roten Symbole unschädlich mache, oder gehe ich früh auf Siegpunkte? Clever ist hier, dass es eine maximale Anzahl Siegpunkteplättchen gibt und das Spiel endet, wenn der Vorrat verbraucht ist. Einige Einschübe haben neben Mana, Siegpunkte, Bäume und den Verfallsymbolen auch noch andere Effekte und beeinflussen hiermit die anderen Symbole, indem z.B. Verfallsymbole auf dieser Karte keinen Effekt haben.

John D. Clair hat sein Spielprinzip später mit Unstoppable perfektioniert, welches dann aber eher ein Solospiel ist. Ich wäre bei einer nächsten Runde gern wieder dabei und würde auch gern die Erweiterungen ausprobieren.

Stubenscore: 7,7 / 10


MYSTIC VALE
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

2 Gedanken zu „Mystic Vale“

  1. Kartendeck-Spiele sind eigentlich nicht so mein Ding, aber bei den Fotos bin ich hängen geblieben – das Artwork sieht wirklich klasse aus. Die Idee mit den durchsichtigen Einschüben in den Hüllen finde ich auch technisch ziemlich clever, dadurch ist das Ding snacksicher und Chips-Finger hinterlassen keine Fettflecken auf den Karten 😀
    Ob ich es selbst spielen würde, weiß ich nicht, aber anschauen würde ich mir das Ding gern mal auf dem Tisch.

  2. Glaube, dass Unstoppable auch zu zweit gut funktioniert, wobei es komplexer ist – kommt also stark auf den Mitspielenden an.
    John D. Clair macht schon sehr gute Spiele und ich hätte auch Lust auf die Dungeon Crawler Crawl Varianten.
    Natürlich irgendwann immer das gleiche Spiel, das bei Mystic Vale seinen Anfang fand.

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