Lass uns das bitte nie wieder spielen?
Auch wenn die Railroad-Ink-Reihe sehr beliebt ist, konnte sie mich nicht überzeugen. Zu unplanbar war mein Schienen- und Straßennetzwerk, da der Würfelzufall entscheidet, was ich denn auf meinem Plan einzeichnen darf. „Lass uns das bitte nie wieder spielen“, würde der eine Stubenzocker hierzu schreiben.
Mit der „Fortsetzung“ hat das Entwicklerteam Hjalmar Hach und Lorenzo Silva diese Kritik aufgenommen und mit dem ziehen der Plättchen die Reihenfolge randomisiert, aber letztendlich alle möglichen Optionen den Stadtplanern gelassen. In einem Spiel mit vier Personen ist hierbei die Strategiekomponente hoch, da der erste Spieler der Runde sich die gewünschte Plättchenreihe aussuchen kann. Mit dem Wählen der Reihe wird dann auch gleich die Reihenfolge für die nächste Runde festgelegt. Ein inzwischen bekannter und beliebter Mechanismus.

Zum legen der Plättchen sollte man die Siegpunktebedingungen berücksichtigen, die sehr überschaubar sind:
- Nachdem die Plättchen gelegt wurden, können Auto, Zug und Personen-Meeples, die gerade im Wartebereich auf der Bahnhofstafel sind, passend auf Plättchen gelegt werden, die eine entsprechende Markierung haben. Hierfür gibt es einen Punkt. Sind schon andere Meeples dieser Art über Straßen/Schienen verbunden, gibt es für diese zusätzlich Punkte.
Und zum Spielende in der Abschlusswertung:
- je Gebäudebereich mit mindestens 3 Plättchen gibt es 5 Punkte
- das größte zusammenhängende Baufeld-Rechteck/Quadrat gibt die Summe der Plättchen als Punkte


Fazit:
Das Material mit seinen Holzmeeples und hellen Zeichnungen auf den Plättchen im Stoffbeutel ist schon schön. Das Entwicklerteam hat bei der Ink-Version mit einer Rot, Blau, Grün und Gelb-Variante für Abwechslung gesorgt. Auch bei beim Teilchen-Spiel gibt es schon jetzt Erweiterungen mit Gebäuden mit zusätzlichen Siegpunktebedingungen und einige Erweiterungen mit neuen Stoffbeuteln, Plättchen und Zusatzregeln. Ich bin bereit für eine nächste Runde. Lass uns das bitte wieder spielen.
Stubenscore: 7,7 / 10
Brettspiel (getestet)


Nach Railroad Ink war ich auch etwas unsicher, ob das neuste Werk in ähnlichem Setting zündet. Nach Runde 2 bin ich auch sehr angetan, denn dort haben wir neue Zielplättchen mit dazu ausgegeben, die den Anspruch wohlig heben.
Der Spielablauf ist grundsätzlich locker und flockig, ohne zu große „Analysis Paralysis“ Momente … und man hat stets das leichte Kribbeln im Nacken, ob man „seine“ Plättchen bekommt (belohnt manchmal von Stöhnen seiner Mitspieler, denen man das EINE Plättchen weggeschnappt hat).
Ich freue mich schon wieder auf meine nächsten Impulskäufe bei der Horrible Guild bei der Spiel 2026.
Ein kurzweiliges, schön gestaltetes Spiel. Allerdings gewinnt immer nur der Spieler, der die Regeln erklärt, soll das so? 🤔
Die taktische Komponente, ob man viele Planteile nimmt, dafür in der nächsten Runde aber später am Zug ist, versus wenige und die Chance auf die „richtige“ Karte beim nächsten Zug als erster wählen zu dürfen ist zwar sehr nett, allerdings nur, wenn das „richtige“ Kärtchen dann auch kommt. War bei mir selten der Fall 😉
Bei der nächsten Runde wäre ich gern wieder dabei, hat mir echt Spaß gemacht 👍
Gern mit noch mehr Zusatzregeln.
Das Spiel hat mir durchaus gefallen, ich finde aber, dass das langes Nachdenken doch einige Totzeit am Tisch verursachen kann.
Ja, falls man als vierter Spieler an die Reihe kommt, kann man sich schon vorher seine Teile „aussuchen“, während andere überlegen, aber am Ende wählt man dann halt aus drei Stapeln, die übrig sind.
Wählt man als erster Spieler, hört man dann nach 10 Sekunden schnell: „Wer ist nochmal dran?“
Würde man das Spiel schneller mit einer „ist mir nicht ganz so wichtig, ob ich gewinne“-Einstellung spielen, wären die Runden fluffiger und spaßiger.
So freue ich mich, dass es zwischen „ich wäre gern wieder dabei“ und „lass uns das nie wieder spielen“ eigentlich kaum einen Unterschied bei uns gibt 🙂