Geheimtipp?
Ja, die Mechaniken der Roll’n’write und Flip’n’write ähneln sich und mit Railroad Ink und Next Station gibt es für Eisenbahnfans ein paar Spiele auf dem Markt.
Doch irgendwie lächelte mich die Packung an und ich suche immer Spiele für den Garten, so dass bei einer Windböe nicht alles wegfliegt.
Wir streichen uns durch die U-Bahn-Netze von Berlin, Amsterdam, Madrid und Paris. Diese sind unterschiedlich komplex und natürlich gibt es dann auch ein paar Sonderregeln.
Jeder Spieler hat den gleichen Stadtplan. Nun wird in jeder Runde eine Karte mit einer Zahl umgedreht und man wählt einen Startbahnhof und streicht hiervon ausgehend die Haltestationen ab. Sind ausgehend vom dem Bahnhof die ersten Stationen schon angefahren, dann nimmt man die nächsten Stationen, die auf der Strecke frei sind.
Und dieses ist die Strategiekomponente. Da die Strecken sich treffen, wurden von einem anderen Startbahnhof aus die Station schon angefahren. Somit sind die anzukreuzenden Lücken dann häufig weniger Stationen, als man ankreuzen könnte, denn man darf dann nicht über die bereits angefahrene Station hinaus fahren. Man muss also taktisch planen, dass man eine 5 oder 6 auch maximal nutzen kann.



Fazit:
Das mit den niedlichen U-Bahnen scheint simpel und wirkt bei einigen Lesern wie „noch ein langweiliges Write-Spiel“. Es ist aber hoch strategisch und es wundert mich nicht, dass 20% der User auf BGG dies als Solo-Strategie-Spiel favorisieren. Designer Hisashi Hayashi hat neben dem Spiel des Jahres Bomb Busters zahlreiche Zugspiele entwickelt, wie Trains, Railways of Nippon und Railway Boom. Ich wünsche mir mehr Strecken und zum Glück gibt es auch eine Japan-Version mit 4 weiteren Strecken. Mal sehen, wo man das bekommen kann. Auf jeden Fall ein sehr empfehlenswertes flip’n’write
Stubenscore: 7,7 / 10
VOLL VERPLANT
BoardGameGeek
Brettspiel (getestet)

