Mehr als ein Zeitvertreib?
Hashi, oder Hashiwokakero (Brückenbau) ist eines der vielen kleinen cleveren japanischen Logikrätsel, die auch bei uns in zahlreichen Rätselheften und online-Varianten omnipräsent sind. Bekannte andere Formate sind Sudoku (1979 in den USA entwickelt, 1984 in Japan groß rausgebracht), Suriza (Slitherlink) oder Kakuro. Mit Kopfhörern auf den Ohren im Garten bin ich da immer mal dabei.
Bei Hashi verbindet man vorgegebene Punkte in einem (virtuellen) Gitternetz mit je 1-2 Strichen. Übertragen auf eine Inselgruppe bauen wir also Brücken und Doppelbrücken. Die Zahlen zwischen 1 und 8 auf den Inseln geben an, wieviele Brücken von der Insel ausgehen können. Oft sind bei Logikrätseln die Zahlen vorgegeben, so dass man sicher sein kann, dass das Rätsel aufgeht.

In der Brettspielvariante von Jeffrey D. Allers haben die ein bis vier Spieler die gleiche Inselgruppe. Damit wir unterschiedliche Ausgangssituationen haben, zeichnen wir beim Gegenüber eine 3 oder 4 auf einer Insel (ohne Flagge) ein. In den folgenden 17 Runden ziehen wir eine Karte und führen die beiden Aktionen aus:
- Eine Zahl auf einer Insel eintragen. Hierbei wählen wir eine beliebige Insel ohne Flagge, oder wenn die Insel eine Flagge hat muss bereits eine Brücke zu ihr führen.
- Die auf der Karte angegebene Anzahl an Brücken einzeichnen. Jede Brücke muss bei einer Insel anfangen, auf der bereits eine Zahl eingetragen ist. Auch Doppelbrücken sind möglich, dies kostet dann zwei Brücken von der Karte oder man trägt die zweite Brücke in einer Folgerunde ein.
- Alternativ können auch eine oder beide Aktionen überspringen, was gegen Ende des Spiels häufiger vorkommen kann.

Das klingt alles sehr simpel. Aber die Komplexität besteht darin, möglichst selten zu passen und die maximale Anzahl an Inseln miteinander zu verbinden. Denn für jede abgeschlossene Insel (also Zahl auf der Insel und Anzahl Brücken stimmen überein) gibt es später zwei Siegpunkte. Auch gibt es Punkte, wer zuerst alle Inseln mit roten/blauen Flaggen und wer zuerst 6 miteinander verbundene Inseln abgeschlossen hat.


Fazit:
Vier beidseitig bedruckten abwischbare Inselpläne und hochwertige Stifte liegen der kleinen Packung bei. Zu zweit hatten wir spannende und knappe Spiele. Die kleine Packung und kurze Spieldauer (15 Minuten) bietet sich als Spiel für unterwegs an, bleibt in der Sammlung. Zu viert ist der Run auf die Flaggensiegpunkte spannender, aber ich hätte lieber noch unterschiedliche Inselpläne für mehr Abwechslung in der Packung gehabt.
Stubenscore: 7,3 / 10
Brettspiel (getestet)
Sodoku, Picross, Arukone oder hier Hashi: diese Zahlenlogiktrainer reizen mich weniger. Sind sicherlich ganz schön clever, aber auf mich wirkt das eher wie „Zeit totschlagen“.