Regicide (Königsmord)

Spaß mit einem 52er Standartkartendeck und Jokern

Paul Abrahams hatte da schon eine geniale Idee. Kooperativ kämpfen wir gegen Buben, Damen und in im Endkampf gegen die vier Könige. Unterstützt wird dies mit einer App, Punktezählfans können sich aber auch Zettel und Stift schnappen.

Die kostenlose App bietet die Spielhilfe zum mitzählen, die Regeln und einen kaufbaren Solomodus. Man benötigt also nur 52 Karten und los geht’s … Alternativ kann man sich auch die Originalkarten kaufen.

Mit unseren Handkarten greifen wir den jeweiligen Boss mit dem Kartenwert einer unserer Handkarte an, zusätzlich haben aber die vier Farben Herz, Karo, Pik und Kreuz noch Spezialfähigkeiten. Strategische Optionen kommen hinzu, da man Mehrlinge bis 10 Punkte (also z.B. 3 3en) oder ein Ass als Zusatzkarte spielen kann, um mehrere Spezialfähigkeiten mit einem Angriff zu aktivieren. Alleine hätte das Ass nur einen Wert von 1.

Und so bewirkt Kreuz, dass unsere Angriffsstärke verdoppelt wird. Oder Pik, dass die Angriffsstärke des Gegners reduziert wird.

Nach unserem Angriff greift der Gegner dann uns an und wir müssen Handkartenwerte in Höhe der Angriffsstärke des Gegners ablegen. Und so suchen wir immer die Ballance aus Angriff (doppelt mit Kreuz), Reduzieren seiner Angriffsstärke (Pik), Karten nachziehen (Karo) und Kartennachziehstapel auffüllen (Herz). Aufpassen muss man, dass die Gegner immun gegen ihre Farbe sind, wir also z.B. beim Karo-Buben keine Karten nachziehen können, wenn wir selber Karo spielen. Die Immunität eines Gegners kann man mit dem Joker, der danach aus dem Spiel ist, für einen Kampf ausschalten. Und kann sich einer von uns nicht mehr verteidigen, hat der Gegner gewonnen.

Buben haben 20 Lebenspunkte und greifen uns mit einer Angriffsstärke von 10 an. Spiele ich hier Kreuz 8 und Pik Ass, dann mache ich 18 Schaden (8+1; verdoppelt durch Spezialfähigkeit Kreuz). Außerdem wird seine Angriffsstärke um 9 (8+1) reduziert, so dass ich seinen Gegenangriff mit nur noch 1 Punkt abwehren muss. Dies berechnet alles die App und der nächste Spieler ist dran.
Später im Spiel habe ich den Buben von eben auf der Hand. Der Karo-König hat 40 Lebenspunkte und greift mit einer Stärke von 20 an. Da wird die Luft schon dünner.
In der App klickt man erst die Farbe der Karte an, die man spielt und dann den Wert. Hier hat der Pik-König noch 5 Lebenspunkte und greift aber mit einer Stärke von 20 an, wenn wir ihn nicht mit einem entsprechenden Angriff ausschalten.

Fazit:

Eine absolut fesselnde Spielidee, danke mcs für den Tipp.
Eigentlich ein kostenloses Spiel und mit der App wird auch noch das Zählen übernommen. Viel strategischer und kooperativer als man zunächst denkt. Und eine echte Herausforderung. Eine Runde dauert 10 bis 30 Minuten, die ersten Partien liegen eher bei 10 Minuten.
Lass uns das bitte mal spielen. Ich freu mich auch auf die Legacy-Variante.

Stubenscore: 8,0 / 10


REGICIDE (KÖNIGSMORD)
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

9 Gedanken zu „Regicide (Königsmord)

  1. Das klingt sehr spannend, wobei das Kartendesign des Spiels schon cooler kommt, als ein Standard Pokerdeck. Werde mir die App mal installieren – reizvoll, dass man den Solomodus auch ohne Karten unterwegs spielen kann.

    1. Die APP braucht man für das normale Spiel nicht (dann hätte ich es auch mit der Kneifzange nicht angefasst) – und die Intention, die damals das Spiel hervorgebracht hatte, war ja gerade, dass es mit in jedem (US-)Haushalt vorhanden Pokerdeck und somit ohne weitere Kosten spielbar sein sollte.
      Ein In-App-Kauf für den Solomodus pervertiert mE die ursprüngliche Idee… aber ist halt typisch, dass wirklich offenbar alles am Ende monetarisiert werden muss.

      1. Ich finde 3 Euro für den Solomodus ok. Die App ist auch super gemacht und man hat die Anleitung immer dabei. Gerade am Anfang ist das hilfreich. Mit meinem nächsten Kauf, wenn ich noch was für den Mindestbestellwert benötige, unterstütze ich den Entwickler und hole mir die „Originalkarten“ noch dazu. Sehen schick aus.

        1. Die Originalkarten sehen nicht nur chic aus, sie sind auch von sehr guter Qualität. Fassen sich gefühlt noch etwas „dicker“ an als zB Bicycle.

        2. Es geht mir nicht um ein, zwei, drei oder mehr Euro, es geht mehr um die eigentliche Intention, die das Spiel hervorgebracht hat. Und die war es eben, ohnehin vorhandene Ressourcen ohne weitere Kosten zu verwenden.
          Ich hätte die erforderliche Hardware in Gestalt eines sog. Smartföhns ja gar nicht 😉

  2. Von allen *Cides steht Regicide traditionell ganz oben auf der Liste. Das mit den Karten finde ich auch auch chic. Es ist ein steter Quell der Freude, was man alles mit 52 Karten anstellen kann. Die App hab‘ ich auch gezogen.

    1. Warum auch nicht? Ein Pokerspiel hat ja auch fast jeder irgendwo, und sei es auch nur als ein halbes Rommé/Canasta. Und die Regeln gibts als Gratis-DL im Netz.

      Das einzige, was mich hindert, öfter mal Mitspieler zu finden, ist das ständige Verlangen potentieller solcher nach mehr Material, mehr Regeln und oppulenterer Tischpräsenz 😉

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