Unsolved: Der Jagdunfall

… oder war es etwa Mord?

3 Boxen mit je drei Fällen hat Fréderic Moyersoen in der Unsolved-Reihe entwickelt und gut abgeschnitten hat die Reihe nicht. Schauen wir uns das mal an.

Das Spiel besteht aus 30 festen Karten für alle Fälle und sechs weiteren spezifischen Karten für jeweils der drei Fälle. Die x Spieler schauen sich je Runde x Karten an, machen sich Notizen und können im gesamten Spiel 12 Karten offen auslegen und den Rest müssen sie ablegen. Hier ist man dann also auf die Notizen angewiesen. Und man könnte jeweils viel notieren.

Mit der ersten Karte sehen wir einen Toten, viel erkennen kann man aber nicht. Nun müssen wir über die Karten ermitteln, ob und wer ermordet wurde, wer der Mörder ist und welches Motiv es gab. Ca. 30 Minuten (abhängig, wieviel man sich notiert) braucht man für einen Fall. Hierbei stimmen wir uns ab, was zu notieren ist und welche Karten wir behalten. Dann diskutieren wir den Fall. Im Anschluss lesen wir die Lösung durch und geben uns Punkte für unsere Erfolge. Ab Fall 2 kennt man schon viele Karten, achtet aber auf andere Dinge.

Unsere ersten Karten. Oben der Tote. Ein Unfall? Unten unsere ersten Indizien. Wer chattet da und freut sich über einen Treffer? Und wer raucht und hat einen Ring am Daumen? Rätsel über Rätsel …

Fazit:

Gar nicht so einfach. Man musste schon sehr auf Details achten. Da die Karten in zufälliger Reihenfolge gezogen werden, ist auch der Zeitablauf nicht immer eindeutig. Oder spielt er keine Rolle? Wir waren recht erfolgreich, auch wenn wir den Mörder nicht immer gefunden haben. Es gibt aber auch interaktivere Kriminalfälle wie z.B. die Unlock-Reihe. Es war ok, aber eine weitere Box kaufe ich nicht.

Stubenscore: 6,4 / 10


UNSOLVED: DER JAHGDUNFALL
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

2 Gedanken zu „Unsolved: Der Jagdunfall

  1. Das Lösen von Kriminalfällen nur anhand von Bildern finde ich als Idee ganz spannend. Es erinnert mich an ein Spiel, an dem ich gerade „arbeite“. Wenn ich mir allerdings das Bild mit dem Chatverlauf ansehe, wirkt das auf mich nicht besonders lebensnah – ich habe auch gehört, dass die Lösungen teils etwas an den Haaren herbeigezogen sind.

  2. Das „LaughLab“ hatte den witzigsten Witz der Welt mit wissenschaftlich-empirischen Methoden gesucht – das ist er:
    „Zwei Jäger sind im Wald, einer bricht zusammen und atmet nicht mehr.
    Der andere ruft den Notarzt: „Ich glaube mein Jagd-Kamerad ist tot! Was muss ich tun?“.
    Sagt der Arzt: „Beruhigen Sie sich. Vergewissern Sie sich zuerst, dass er auch wirklich tot ist.“.
    Stille, dann ein Schuss.
    Der Jäger zurück am Telefon: „Gut, und jetzt?“

    … hab‘ ich den Fall gelöst? Witz beiseite und erst einmal Gamsbart-Hut ab, dass das so kompakt auf wenigen Karten zu einem funktionierenden Spiel verdichtet wurde. Dass das Spiel aber dann kein Blattschuss ist, (vor allem, dass die Karten zufällig gezogen wird halte ich für einen unnötigen (?!) RNG-Faktor) hilft das auch nicht.

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