Eine Memory-Geschichte
Ich mag Memory nicht. Ich merke mir das einfach nicht, wo der Ball oder das Fahrrad lag. Dafür weiß ich, wann ich wo welches Bier getrunken habe. Ist ja auch wichtig.
Das Gute am Warenhaus-Spiel ist, dass wir uns kooperativ gemeinsam die Gegenstände merken sollen und uns dabei eine Geschichte konstruieren, wo wir aus welchem Grund welches Bild hinlegen.
Wir haben eine große Matrix an freien Lagerflächen in unserem Warenhaus. An fünf Tagen (Montag bis Freitag) ziehen wir sieben Plättchen und diskutieren, wo wir es verdeckt hinlegen, wobei es immer an einem liegenden Plättchen angelegt werden muss.
Erschwerend kommt hinzu, dass es an den Tagen bestimmte Bedingungen gibt. So kann es sein, dass wir bei der „Absprache“ nicht sprechen dürfen und mit Gesten und Geräuschen einen passenden Ort für die sieben Plättchen suchen. Oder es gibt ein Zeitlimit für den gesamten Arbeitstag.
Auf jeden Fall machen wir uns kreative Gedanken, wo z.B. das Bild mit einer Hand hinkommt, was dei Hand dann hält etc.
Hektisch wird es nach den 5 Arbeitstagen, wenn dann am Samstag die Kunden kommen und wir unter Zeitdruck aus einem Riesenvorrat an Bildern zu den Plättchen die passenden finden müssen.



Fazit:
Das Spiel lebt von der Kreativität der Mitspieler. In einer Runde mit vier Personen hat es gut funktioniert und ich wurde mitgeschleppt. Denn am Ende legen wir die Plättchen alle „schnell“ gemeinsam auf die richtigen Felder, jeder erhält einen Stapel und die tauschen wir dann weiter. Super wären wir fehlerfrei und unter 5 Minuten gewesen. Das hat nicht geklappt. Und bei den weiteren Runden war ich nicht mehr dabei. Die anderen waren dann ohne mich aber erfolgreich.
Stubenscore: 7,0 / 10
WILMOT’S WAREHOUSE
BoardGameGeek
Brettspiel (getestet)


Ein pimped Memory mit Zeitstress wäre jetzt auch nicht so meins. Aber immerhin eine nette Idee, die bei Jung und Alt funktionieren kann. Ohne Zeitstress vielleicht gar was fürs Pflegeheim 🤔
wow ja … Memory … mit Zeitdruck …. das wäre meine persönliche Hölle. Die Stubenzockertochter wäre da bestimmt weit vorne. Ebenso habe ich als Studie genug im Lager malocht (und nie durfte ich Stapler fahren ): ).
Von Publisher CMYK wäre ich vom farblich ebenso auffälligen Magical Athlete sehr interessiert (und sie sind wie ich sehe die Publisher für die 4Clevers außerhalb des Geltungsbereiches des deutschen Grundgesetztes).